PON Züchter


21. Juli 2008

Das Buch über den PON von Helga Zimmermann

Kategorie: Wissenswertes – Jetter – 14:53

Mit großem Engagement wurde dieses Büchlein über unseren liebenswerten „Wuschel“ von der Autorin verfasst und mit schönen Farbfotos belebt. Der Text spiegelt große Zuneigung und Verantwortung zu dieser Rasse wieder.

Das Buch zur Rasse des PON

Der Leser wird auf eine Reise mitgeführt, die von den Ursprüngen bis zu den spannenden Eindrücken in den Zuchtstätten, den Welpenkinderstuben, den Aktivitäten, der Pflege, der Haltung und des Wesens dieses treuen und natürlichen Begleithundes führt.
Nichts wird beschönigt; klar und aufrichtig wird der Charakter dieses Hütehundes beschrieben, seine Schwächen und seine unverwechselbaren Stärken. Nach der Lektüre hat man das Gefühl, nun endlich ein wenig mehr von diesem außergewöhnlichen und seltenen Hund zu verstehen.

Preis 10,00 € zzgl. Porto

Bestellung möglich bei:
Frau Helga Zimmermann
www.nizinny.de 

E-mail an Frau Zimmermann

oder über den Kynos Verlag
Kynos Verlag

Golddrahtimplantation (Goldakupunktur) als Dauerakupunktur

Kategorie: Wissenswertes – Jetter – 14:49

Die Golddrahtimplantation (Goldakupunktur) wurde von amerikanischen Akupunkturkundigen Tierärzten erstmals eingesetzt. Über Skandinavien gelangte die Methode in den deutschsprachigen Raum, wo sich mittlerweile mehrere Tierärzte ernsthaft und intensiv mit der Durchführung, Verbesserung und Ausweitung der Methode auf weitere Einsatzgebiete – derzeit noch vornehmlich beim Hund – befassen.

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Was sind die Einsatzbereiche der Golddrahtimplantation?

Probleme des Bewegungsapparates (Hüftdysplasie, Kreuzbandproblematik, Bandscheiben …)
Schmerzhafte Muskelverspannungen sowie Knochenschmerzen bei
Wirbelsäulenverknöcherung (Spondylosen)
Chronische Schmerzsyndrome (auch Restschmerzen nach Operationen)
Chronische Erkrankungen nach vorheriger exakter tierärztlicher Abklärung ohne eindeutigen Befund
Vorbeugung nach Früherkennung sowie zur Unterstützung anderer Maßnahmen

weitere Info`s unter www.animal-reha.com

Deutschlands erstes tierärztlich geleitetes Physiotherapie-Zentrum für Hunde und Pferde
Schauen Sie mal rein!

Ausgeglichener Pon

Kategorie: Tipps&Tricks – Jetter – 14:45

Ihr PON benötigt zur inneren Ausgeglichenheit nicht nur körperliche Auslastung sondern auch geistige. Als intelligenter Hütehund lechzt er geradezu nach etwas “Kopfarbeit”, gut geeignet dafür ist z.B. das Erlernen von Tricks.

Sie werden sehen, Ihr PON führt erlernte Kunststückchen begeistert vor, woran alle Beteiligten großen Spaß haben. Lernen Sie mit Ihrem Hund Zuhause und auch auf dem Spaziergang, letzteres sorgt dafür, dass der Hund sich unterwegs öfter auf sie konzentriert und nicht nur seiner Wege geht.

Wir lernen viele Tricks mit dem Clicker, wir sind begeistert von diesem Training, weil der Hund bei dieser Methode aktiv mitarbeitet, das heißt, er wird nicht von uns in die gewünschte Position gebracht, sondern er probiert selbst aus, er bietet verschiedene Verhaltensweisen an und hat er das von uns erwarte gezeigt, Click und Leckerli. Erstaunlich schnell begreift er dann, worum es geht.

Genaue Informationen zum Clickertraining gibt´s im Internet unter www.clicker.de oder in unseren Buchtipps finden Sie Bücher zum Thema Clickertraining.

Viel Spass wünscht Anette Grehl!

 
Beinslalom:

Ihr Hund sitzt links neben Ihnen. Setzen Sie den rechten Fuß nach vorne und locken Sie den Hund mit Leckerlis drunter durch und loben ihn.

Dann setzen Sie den linken Fuß nach vorne und locken ihn wieder durch. Am Anfang belohnen Sie jedes Unterqueren eines Beines, später, wenn Ihr Hund verstanden hat was Sie von ihm erwarten, erst nach einer rechts-links Sequenz, dann nach einer Dreier-Kombination rechts-links-rechts usw……… Als Signalwort sagen Sie z.B. “Slalom” oder was Ihnen einfällt, egal……. wir sagen “tanzen”.   
 
 
Futternapf suchen:

Da Xena immer (keine Ahnung warum!) nach dem Fressen ihren Napf herum schleppt und irgendwo im Haus liegen lässt, wenn es sein muss auch in der oberen Etage, habe ich ihr beigebracht, ihren Napf, wenn die nächste Mahlzeit ansteht, bitteschön selber wieder zu suchen und in die Küche zu bringen.

Auch in der oberen Etage findet sie ihn mittlerweile (evtl. muss ich sie aber darauf hinweisen), nur selbst hoch laufen brauche ich nicht mehr! Als Belohnung gibt es dann einen gefüllten Napf!   
 
 
Sprung durch die Arme:

Für diese Übung ist es hilfreich, wenn der Hund bereits gelernt hat, ein auf den Boden gelegtes Leckerli erst auf ein Signal hin (Nimm!) zu nehmen. Alles weitere ist dann sehr einfach: Man legt ein Leckerli auf den Boden (der Hund macht Sitz und Bleib!) und stellt sich, mit den Armen einen Kreis formend, so hin, dass der Hund durch die Arme springen muss um an das begehrte Leckerli zu kommen.

Das heißt, man achte auf eine seitliche Begrenzung, z.B. eine Wand, damit der Hund nicht außen rum laufen kann. Natürlich hält man am Anfang den Kreis sehr niedrig, dann gibt man das Signal (Nimm!) und er wird durchspringen. Nach einigen   
 
Wiederholungen verteilt auf ein paar Tage wird er verstanden haben was wir von ihm erwarten, wir üben dann an verschiedenen Orten und führen ein Signal, z.B. „Hopp“, ein, und können auch nach und nach die Arme höher nehmen. 

Die Qual der Wahl

Kategorie: Karin Jetter – Jetter – 14:42

Jeder Züchter steht im Verlauf der Jahre immer wieder vor der Frage: “Welchem Bewerber um meine Welpen gebe ich einen meiner sorgsam umhüteten und gezüchteten Welpen?”

Und jeder angehende Käufer steht vor der Frage: “Bei welchem Züchter kaufe ich nun meinen Wunschhund?” Auf beiden Seiten ist Vertrauen und Aufrichtigkeit die Grundvoraussetzung für den Kauf bzw. Verkauf des Welpen.

So wie der Züchter sich auf die Aussagen und Versprechungen des Käufers verlassen muß (ohne sie nachprüfen zu können oder gar eine Garantie dafür zu bekommen), so muß sich auch ein Käufer auf die Aussagen und Sachkenntnis des Züchters verlassen können.

Leider habe ich in den letzten Jahren beobachten müssen, daß sich dieses Gleichgewicht zu Gunsten der Käufer verschoben hat. Leider mußte ich feststellen, daß ein Käufer heutzutage sehr viele Erwartungen hat und die berechtigten Erwartungen eines Züchters nach artgerechter Haltung seiner Welpen nicht im gleichen Maße erfüllen will.

Darüber habe ich mir viele Gedanken gemacht und mich gefragt, was wohl die Ursache dafür sein könnte. Ich kam zu folgenden Schlüssen:

· Der Hund wird als Sache betrachtet und nicht als soziales Lebewesen

· Trotz gut gemeinter Aufklärung in Hundefachzeitschriften und Büchern, verwirren zu viele Berichte über “Hundeanschaffung” die Welpeninteressenten mehr, als daß sie zur Klärung beitragen. Man sieht vor lauter Bäumen (Berichten) den Wald nicht mehr.

· In unserer Konsumgesellschaft wird mehr auf Prestige/ Aussehen geachtet als auf Qualität, d.h., nur das Tollste, Schönste, Spektakulärste ist das Beste. Hier nähern wir uns, was die Rassehundezucht anbelangt, amerikanischen Verhältnissen.

· Ein Hundezüchter hat nach wie vor ein schlechtes Image, vergleichbar dem eines Gebrauchtwagenhändlers. Seriöse Züchter müssen ihre Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen, ein Käufer aber nicht?

Nicht jeder Hundezüchter ist ein potentieller Betrüger.

Es gibt, wie in allen Sparten und Bereichen, gute und weniger gute und es gibt die schwarzen Schafe. Ich kann daher nur allen Welpenkäufern raten: “Besuchen Sie einen Züchter oder besser auch mehrere. Besuchen Sie ihn, wenn er keine Welpen hat und schauen Sie sich die erwachsenen Hunde an.

So wie diese wird nämlich Ihr Hund aussehen, wenn er ausgewachsen ist. Dann müssen Sie auch nicht das Gefühl haben, daß Sie zu einem Spontankauf überredet werden. Bleiben Sie mit dem Züchter Ihres Vertrauens in Kontakt und warten auf dessen nächsten Wurf. Somit haben Sie Zeit, sich auf Ihr zukünftiges Familienmitglied vorzubereiten.

Wer 12 bis 15 Jahre mit einem Hund zusammenleben will, sollte es auf ein paar Wochen oder Monate Wartezeit nicht ankommen lassen. Hunde sind keine Sache, sie sind soziale Lebewesen, die an ihrer Umwelt lernen und wachsen. Für dieses Lebewesen muß man bereit sein Verantwortung zu tragen, in guten und in schlechten Tagen.

Ein Züchter kann nur den Grundstein dafür legen, mehr ist in neun Wochen Aufzucht und Prägung nicht möglich.

Was aus einem Hund später mal wird, wie aufgeschlossen und freundlich er auf Menschen und Artgenossen zugeht, das lernt er in der Familie, in die er aufgenommen wird.

Und eines noch zum Schluß: Machen Sie Ihren Hundekauf nicht zu sehr vom Aussehen eines Welpen abhängig! Zum einen ändert sich das Aussehen eines jungen Hundes von Monat zu Monat und zum Schluß gleicht er nicht mehr im geringsten dem Wonneproppen in der Wurfkiste.

Zweitens ist schön, was man mit dem Herzen sieht und hat man den Hund erst mal ins Herz geschlossen, interessieren einem seine Farben nicht mehr, geschweige diejenigen seiner Wurfgeschwister.

Machen Sie sich also nicht die Wahl zur Qual! Vertrauen Sie Ihrem Züchter und hören Sie auf seine Empfehlung. Ein guter Züchter versucht es Ihnen und seinen Hunden recht zu machen, damit das gemeinsame Zusammenleben für beide zur Freude und zum Vorteil wird.

 

Homöopathie und Tiermedizin

Kategorie: Karin Jetter – Jetter – 14:40

1. Homöopathie und Tiermedizin
2. Zucht und Homöopathie

Seit Jahren erfährt die Homöopathie eine Art Renaissance und wird mit Erfolg zur Behandlung kranker Tiere verwendet. Vielen Tierbesitzern und auch Züchtern ist diese wundervolle Heilmethode jedoch eher eine wundersame, deren Inhalt nicht bekannt ist und oft nicht verstanden wird.

Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Artikel über die Homöopathie den Tierbesitzern einen kleinen Einblick ermöglichen:

Grundlagen der homöopathischen Behandlung

Homöopathie ist eine arzneiliche Heilmethode. Ihr haftet weder Obskures, noch Weltanschauliches an. Der Unterschied zu den anderen arzneilichen Heilmethoden – besonders zur Schulmedizin – besteht darin, daß sie ihre Arzneien nach einer bestimmten Regel, der sogenannten Ähnlichkeitsregel, anwendet.
Diese lautet: Similia similibus curentur. Das heißt frei übersetzt: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt, oder Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden.

Die Theorie der Homöopathie geht auf den Arzt SAMUEL HAHNEMANN (1755-1843) zurück. Er war der Begründer der Homöopathie, ein kritischer Geist und fähiger Wissenschaftler und seiner Zeit und Kultur weit voraus. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit befaßte er sich mit Pharmakologie und betätigte sich als Übersetzer medizinischer Schriften. Im Jahr 1796 trat er erstmals mit seiner Methode an die Öffentlichkeit.

Die erste Arzneimittelprüfung an einem Gesunden veröffentlichte er im Jahr 1805. Sein später erschienenes Werk Organon der Heilkunde ist von den Ärzten seiner Zeit fast wie eine Bibelschrift verehrt worden und hat bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren.

Man bedenke, was für ein genialer Mensch diese Heilkunst entdeckt hat! Seine Zeit kannte ja noch nicht einmal die Fiebermessung, geschweige denn mikrobiologische Zusammenhänge! Heroische Kuren, Aderlässe und stark wirkende Gifte und Arzneimittel waren die damaligen Behandlungsmethoden und oft war der Schaden größer als der Nutzen. Bevor Hahnemann mit homöopathischen Arzneimitteln den Krankheiten entgegentrat, war er soweit, seinen Beruf als Arzt aufzugeben und nur noch als Übersetzer zu arbeiten.

Zu groß war sein Frust und seine Hilflosigkeit angesichts der nur mangelhaften Behandlungsmöglichkeiten seiner Patienten. Er erklärte später seinen Schülern: „ Durch Beobachtung, Nachdenken und Erfahrung fand ich, daß im Gegenteil von der alten Allopathie die wahre, richtige, beste Heilweise zu finden sei in dem Satze: Wähle, um sanft, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als es heilen soll.“

Das ist die Urform der Simileregel.

Die Homöopathie läßt ein Höchstmaß an Individualisierung zu. Sie fördert wie keine andere Therapie die Selbstheilungsbestrebungen und die Behandlung von Befindenstörungen. Für die Homöopathie gilt ein anderes Krankheitsverständnis, wie in der Allopathie.

So leidet ein Patient nicht an einer Bronchitis, sondern an einer Störung seines Allgemeinbefindens, welche mit Fieber, Schwäche, unterschiedlichen Hustenformen und Sekreten einhergeht, ausgelöst durch kalten Wind, Durchnässung und vielen anderen Symptomen, die ein Krankheitsbild begleiten.

Neben der Dauer der Erkrankung müssen die auslösenden Ursachen, die lokalen und/oder die generalisierten Symptome berücksichtigt werden, dazu die Modalitäten wie Besserung bzw. Verschlechterung der Symptome und die psychischen Elemente, die allerdings in der Tiermedizin sehr schwer zu beurteilen sind.

So entsteht ein Gesamtmuster, eine Ganzheit, welche die Störung für den betreffenden Patienten oder auch des Tieres beschreibt. (Bei den Tieren hat das natürlich seine Grenzen, deshalb wird auch in der Tiermedizin weniger eine konstitutionelle Behandlung sondern mehr eine symptomatische vorgenommen. Eine „klassische“ homöopathische Behandlung eines Tierpatienten halte ich in der Praxis meist nicht für möglich, dafür bekommen wir zu wenig Informationen über das „Befinden“ eines Tieres.)

Die homöopathische Therapie besteht nun darin, die Summe der individuellen Symptome dieses Patienten (oder Tieres) mit einem ähnlichen Muster in Deckung zu bringen, das für das homöopathische Heilmittel identisch ist.

Das wichtigste bei der homöopathischen Behandlung für den Therapeut ist, sich viel Zeit zu nehmen und viele kleine, auch scheinbar unwichtige Details zu einem Bild zusammenzufassen, dem Arzneimittelbild.

Grundsätze der Homöopathie sind das Ähnlichkeitsprinzip, die Prüfung am Gesunden und die Dosierungsfrage.

Das Ähnlichkeitsprinzip ist wie gesagt, eine der Besonderheiten der Homöopathie. Im Grunde sind immer zwei Sachverhalte zu vergleichen, nämlich die Gesamtheit der Zeichen und Symptome einer Krankheit mit den Arzneimittelbildern, die für ein Heilmittel stehen. Die weitestgehende Ähnlichkeit bestimmt dann die Arznei, das Simile.

Ein beliebtes Beispiel hierzu: Das homöopathische Mittel „Apis mellifica“ =Honigbiene

Was löst ein Bienenstich i.d.R. beim gesunden Menschen für Reaktionen aus?

Schwellung, Rötung, Juckreiz, Schmerz, Temperaturanstieg, Allergie bis zum Schock

Wann wird Apis mellifica in der Heilkunde eingesetzt?

Bei entzündlichen Schwellungen von Haut und Schleimhäuten, Nesselfieber, Ödeme, Allergien mit Schwellungen, Entzündungen mit Wasseransammlungen, (Bauchwassersucht, Rippfellentzündungen, Eierstock- und Gebärmutterleiden).

Wirkt entgiftend, ausscheidungsfördernd und entzündungshemmend, schmerzstillend, kühlend.

Die Arzneimittelprüfung am Gesunden ist eine weitere Säule der Homöopathie. Hahnemann`s Idee war, daß jedes Arzneimittel im Organismus ein spezifisches Leiden – eine Kunstkrankheit – bewirkt, die dann eine bestehende ähnliche Krankheit zu heilen vermag.

Durch Prüfung der einzelnen arzneifähigen Stoffe begann er einen Arzneistamm aufzubauen. Verwendet werden übrigens Stoffe aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich.

Auch einige selbst aufbereitete Stoffe finden Verwendung (Hepar sulf., Causticum, Calcium carbonicum Hahnemannii u.a.)

Die Arzneiprüfung selbst wird mit gesunden Probanden durchgeführt. Es gibt keine Tierversuche.

Die Dosierungslehre ist die Seite der Homöopathie, die am meisten belächelt und in Frage gestellt wurde. Sie ist auch der Ansatz der Kritik von seiten der naturwissenschaftlich geschulten Menschen. Aber, gerade unser Jahrhundert hat mit Dosierungen von 10 hoch 12 bis 10 hoch 16 neue Erkenntnisse von biochemischen Wirkungen durch Enzyme und Transmitter gebracht, die in oder erst in diesen kleinsten Einheiten ihre Wirksamkeit entfalten.

Auch in der Immunologie sind Verdünnungen durchaus diskussionsfähig. In der Arzneimittellehre der Homöoapthie nennt man diese Verdünnungen Hochpotenzen, deren Wirkung jedem erfahrenen Homöopathen geläufig und nicht diskutabel ist, obwohl die naturwissenschaftliche Erklärung der Wirkung noch aussteht.

Es gibt von seiten der „Neuen Homöopathie“ Erklärungsversuche mit Hilfe der Kybernetik und der Quantenphysik, die sehr interessant sind und der Enthüllung des Geheimnisses der Wirkungsweise der Homöopathie am nächsten kommen.

Mit Hilfe der Bioresonanztechniken (Mora-Therapie, Elektroakupunktur, Kinesiologie) sind heute moderne Homöopathen in der Lage, in wenigen Minuten das richtige Mittel und die optimale Dosis auszutesten. Durch die saubere Testung ist es den Therapeuten auch möglich geworden, verstärkt Hochpotenzen einzusetzen , die wie man weiß, stärker wirken und vor allem alte, chronische Erkrankungen wieder aus ihrem blockierten Zustand in einen behandlungsfähigen Zustand bringen können.

Ein weiterer Einsatz für Mittel im Hochpotenzbereich sind psychische Verstimmungen und Verhaltensstörungen. Aber wichtig ist bei einer Behandlung, das genau ausgewertet wird, damit es nicht zu unerwünschten Nebeneffekten kommt.

Weiter ist es nunmehr möglich geworden mit Hilfe der Hochpotenztherapie auch den Umwelterkrankungen (Schwermetall;-Blei- und Pestizidsyndrom) beizukommen, unter denen auch unsere Haustiere immer mehr zu leiden haben. Nach demselben Verfahren, das aus biologischem und tierischem Material homöopathische Heilmittel erstellt, werden heute Mittel wie Dioxin, Plutonium, Pestizide, Herbizide und Metallverbindungen als homöopathisches Simile in der Behandlung eingesetzt. Keine andere Therapieform macht das möglich und dies ist vielleicht eine Erklärung für die Renaissance der Homöopathie.

Man hat erkannt, daß nicht die Materie wirkt, sondern die Energie und diese kann nur wirksam werden wo eine energetische Lücke vorhanden ist. Die Homöopathie ist wie ein Zugangscode, wie eine Chipkarte, eine neue Software zum Biosystem, um moderne Vergleiche zu finden. Diese neuen Programme sind in der Lage, alte Computerviren zu erkennen und zu eleminieren und den angerichteten Schaden an der Software zu reparieren. Je komplexer das Programm, desto besser die Wirkung.

Die Frage der Dosierung sollte man aber als Einsteiger nicht dogmatisch sehen. Die Potenzierung und Verdünnung eines Arzneimittels entscheidet nicht über die Wirksamkeit an sich, sondern eher über die Effektivität der Wirksamkeit eines Mittels. Wichtig ist zunächst immer die Ähnlichkeit, das Arzneimittelbild. Ob das Mittel nun in der D3, D6 oder in der C 30 verabreicht wird, ist nicht so sehr entscheidend. HAHNEMANN hat seine Dosierungslehre erst im Jahr 1826, also 30 Jahre nach seiner Homöopathie, veröffentlicht.

Natürlich wurden von Anfang an stark wirkende Mittel und Gifte soweit verdünnt, daß sie ohne Gefahr für den Patienten gegeben werden konnten. Nach und nach fand man, daß es keines allzu großen Anteils an Arzneisubstanz bedarf, um Wirkungen zu erzielen. Es muß ja nur ein Reiz, eine Information, gesetzt werden. So kam man auf die Potenzierung der Mittel.

Eine Ursubstanz des Heilmittels wird entweder verschüttelt mit 9 Teilen Alkohol oder Wasser-Alkoholgemisch, wobei die D1 (der erste Dezimalpotenzschritt) erreicht ist. Eine Mischung 1:100 wird den Centesimalpotenzen, ab C1 aufwärts, eine Verdünnung von 1:500 entspricht dann den LM-Potenzen.

Niedere oder auch Tiefpotenzen (D1- D6) werden bei akuten organischen Störungen und Verletzungen verabreicht, sowie bei frischen lokalen Läsionen. Man gibt sie oft und in größeren Dosen (4-5-6 x täglich., sogar halbstündig oder stündlich).

Mittlere Potenzen (D12 – D30) bei mehr funktionellen Störungen und bei schon länger dauernden Krankheiten. Die Gaben sind seltener, die Dosis kleiner (1-3 x täglich, 1 x wöchtenlich).

Hochpotenzen ( D30, D200, LM 6, LM 18, C1000) dann, wenn psychosomatische Symptome vorherrschen und bei chronischen Leiden. Hochpotenzen auch dann, wenn das Konstitutionsmittel gefunden wurde oder das Simillimum.

Man gibt die Gaben selten und in kleinen Dosen (1 x täglich, 1 x wöchentlich, 1 x monatlich) In manchen Fällen reicht nur eine Gabe einer Hochpotenz! Aber nochmals: Bis auf wenige Ausnahmen kommt es nicht auf die Potenz des Mittels an. Mit jeder Potenz, niedrig oder hoch kann geheilt werden.

Ausnahme ist, wenn die Wirkung eines Mittel mit der Änderung der Potenz sich ändert:

Phytolacca vermag in der D1 den Milchfluß reduzieren, Phytolacca D1 ist ein Abstillmittel, in der D4 eine entzündete Milchdrüse heilen und ab der D 8 die Milchproduktion anregen! Aber nur wenige Einzelmittel haben so verschiedene Bedeutungen.

Die Darreichung erfolgt entweder in Tropfen, Tabletten oder Globuli. Bei den Tieren bewährt sich fast nur Tabletten oder Globuli. Manche Arzneimittel gibt es nur als Flüssigampullen. Das es nicht jedem Tierbesitzer möglich ist, seinem Tier eine Spritze zu verabreichen, können in Ausnahmefällen diese Ampullen auch als Trinkampullen benützt werden.

Weitere Besonderheiten in der Homöopathie:

Alle Heilmittel kommen aus dem Tier- bzw. Pflanzen- und Mineralreich. Die „neue Homöopathie“ benutzt auch Simile aus Umweltgiften wie z.B.: Pestizide, Herbizide, Bleiverbindungen, Strahlengifte (Plutonium, Cadmium, Strontium), eine einzigartige Methode, Gleiches mit Gleichem zu heilen.

Nosoden: Nach einer homöopathischen Verfahrenstechnik hergestellte Zubereitungen aus pathologisch veränderten Organen, aus abgetöteten Kulturen von Mikroorganismen, aus Körperflüssigkeiten, die Krankheitserreger enthalten (die aber nicht mehr infektiös sind).

Alle Nosoden können als spezifisches Heilmittel eingesetzt werden, sowohl in der Vorsorge zur Immunstimulanz und in der Nachsorge nach einer überstandenen Krankheit z.B. nach Parvo- oder Staupeerkrankung zur Ausleitung von Resttoxinen. Nosoden stellen in der Therapie oft das fehlende Glied einer Reaktionskette dar, ja oft ist eine Heilung nur dauerhaft mit einer Endbehandlung mit einem Nosodenpräparat.

2. Vorbeugende Maßnahmen während der Trächtigkeit Einsatz der „Eugenischen Kur„

Die Homöopathie zeigt auch in der Zucht neue Möglichkeiten auf. Als Vorsorgemaßnahme zur Verhütung von Erbkrankheiten und zur Verbesserung der Konstitution, kann man bei trächtigen Hündinnen eine „eugenische Kur“ zum Einsatz bringen.

Was versteht man darunter?

Jedes Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – hat von seinen Vorfahren auf „bio-energetische Weise“ alle Krankheitsinformationen gespeichert, an denen diese Vorfahren erkrankt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es zu körperlichen Symptomen gekommen ist oder nicht. Man spricht hier von einer Disposition, d.h. das Lebewesen ist „disponiert“, eine bestimmte Erkrankung zu bekommen.

Kommen nun bestimmte Lebensumstände, Umwelteinflüsse und vor allem bei unseren Hunden eine nicht artgerechte Lebensweise zum tragen, kann es sein, daß plötzlich Krankheiten zu Tage treten, die wir uns nicht erklären können.

Die homöopathische Vorsorge soll verhindern, daß diese schlummernden Krankheitsherde in der Generationenkette weitergetragen werden (fast kann man von einer Evolution der Krankheiten über die Erblinien sprechen.)

Wie geht man vor?

Nach einer sorgsamen Auswertung der Ahnenreihe, sowohl der Mutter- als auch der Vaterlinie, wird der Hündin während der Trächtigkeit eine Kur mit homöopathischen Einzelmitteln (entsprechende „Simile“) verabreicht und zwar in Hochpotenzen, die nur noch der reinen Informationsübertragung dienen und sehr wirksam sind.

Übrigens wird diese Maßnahme schon seit den 70er Jahren bei schwangeren Frauen vorgenommen, ebenfalls die homöopathische Rachitis-Prophylaxe, also lange bevor die Tiermedizin darauf aufmerksam wurde.

Auch Schwächen in der Anatomie (Gelenke, Organe, Haut, Zähne) werden von Generation zu Generation weitergereicht. Das muß nicht bedeuten, daß die folgenden Generationen an denselben Krankheiten erkranken oder dieselben Mängel oder Schwächen zeigen, aber eines ist sicher, alle Nachfahren tragen diese Mängel oder Krankheiten in sich, ob sie nun zum Ausbruch kommen oder nicht.

In der Lehre der Homöopathie nennt man diese Vorbelastung durch Vorfahren „Miasmen„ oder auch „Psoralehre Hahnemanns„. Diese Lehre gründet ganz einfach auf der Annahme, daß jedes Lebewesen vorbelastet durch die Krankheitskontakte seiner Vorfahren in früheren Zeiten ist.

Man unterscheidet folgende Hauptgruppen von Miasmen:

· Psorisches Miasma, zu dieser Gruppe gehören z.B. Hauterkrankungen

· Luetisches Miasma, zu dieser Gruppe gehören z.B. alle Erkrankungen der Knochen, Herzerkrankungen, ZNS, innere Organe, Zerfallserkrankungen

· Tuberkulinum, Vorbelastung durch chronische Infektanfälligkeit, erbliche Belastungen mit
Atemwegserkrankungen

· Sykotisches Miasma, Vorbelastung durch chronische Entzündungen der Genitale, Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen

Zum Therapieeinsatz kommen nur wenige Einzelmittel, vor allem Nosoden, die ähnlich wie bei der Impftherapie den Organismus „immun„ gegen die Krankheitserreger machen sollen und somit verhindert können, daß bei Krankheitskontakt mit den entsprechenden Erregern und der Vorfahrenbelastung des Organismus eine Krankheit entstehen kann.

Wie gehen wir in der Hundezucht vor?

Wird eine Verpaarung geplant, nimmt man sich die Ahnenreihe, sowohl der Hündin, als auch des Rüden zur Hand und schaut sich die Vorfahren auf Krankheiten oder genetische Defekte oder andere Schwächen durch. Alles ist wichtig, besonders natürlich die groben Defekte und Erkrankungen.

Dann wird eine individuelle Kur homöopathischer Einzelmittel und Nosoden zusammengestellt, die nach dem Prinzip der Homöopathie –Gleiches mit Gleichem zu heilen- der Hündin während der Trächtigkeit verabreicht wird.

Diese Möglichkeit bietet nur die Homöopathie und wenn auch die Anwendung manchem zu unwissenschaftlich und zu unerforscht erscheint, der möge bedenken: Die Homöopathie ist eine Erfahrungsheilkunde und wir haben die Erfahrung gemacht, daß die Vitalität der Welpen durch diese Vorsorge gesteigert wird.

(Quellenhinweis: Dr.med. Erwin Schlüren, Homöopathie in Frauenheilkunde und Geburthilfe, hier:
Vorbeugende Maßnahmen während der Schwangerschaft)

Drum prüfe, wer sich an einen Hund bindet, woher er stammt!

Kategorie: Karin Jetter – Jetter – 14:36

Seit vielen Jahren befasse ich mich mit Hundezucht, Aufzucht- und Verkauf von Welpen und habe in dieser Zeit viele aufklärende Gespräche mit Kaufínteressierten geführt.

Immer wieder stehe ich fassungslos vor der Tatsache, daß noch heute die Meinung vorherrscht: “Mit einem Rassehund kaufe ich einen guten und gesunden Hund”!

Nein, das ist leider nicht so, mit einem Rassehund kauft man einen zwar “rassetypischen” Hund, d.h. einen Hund, der jene äußeren und inneren Merkmale seiner Rasse gemäß einem Rassestandard vorweist, aber ob er diese genetischen Veranlagungen auch ausbildet und zum Vorschein bringt, dafür ist ganz entscheidend der Züchter verantwortlich.

Jeder Welpe ist seiner Wesensveranlagung nach ein Produkt von Vererbung und Umwelteinflüssen. Die Bedingungen unter denen ein Hundewelpe die ersten Wochen seines Lebens verbringt, stellen die Weichen für sein weiteres Leben. Und hier kann man sehr wohl von irreversiblen Schäden sprechen, wenn die Frühprägungsphasen nicht sorgfältig in die richtigen Bahnen gelenkt wurden.

Seriöse Züchter züchten nicht ins Blaue hinein, sie sind keine Hundevermehrer, bei denen es nur auf Quantität, nicht auf Qualität ankommt. Sie suchen ihre Zuchthunde mit großer Sorgfalt aus, vergleichen Blutlinien und scheuen selbst vor weiten Reisen nicht zurück, um für ihre Hundedame den passenden Partner zu finden.

Für den zukünftigen Hundenachwuchs wird ein Optimum an Sorgfalt aufgewendet, um sicherzustellen, daß bei der Verpaarung erstklassige Anlagen vorhanden sind. Erst danach, in der Zuchtstätte, verwandeln sich jedoch diese Veranlagungen der Welpen in die Verhaltensmerkmale, die man sich von dieser Rasse wünscht.

Bei einem seriösen Züchter gibt es keine Massenzucht und keine Zucht ohne Rücksicht auf Verluste. Zucht bedeutet einen hohen persönlichen Einsatz, das kann man nicht “mit links” machen. Wenn man Welpen aufzieht, ist das ein Ganztagsjob mit höchsten Anforderungen an Wissen, Einsatzfreude und Aufopferungsfähigkeit. Das kann nur ein Züchter gewährleisten, der seine eigenen Interessen für die Zeit der Welpenaufzucht zurückstellt und sich ausschließlich seinen vierbeinigen Gefährten widmet.

Vor diesem Hintergrund muß auch der Kaufpreis gesehen werden. Wer zehn, zwanzig oder sogar dreißig Zuchthündinnen hält und diese in einen Zwinger fern ab vom Haus und der Familie einsperrt, kann zum einzelnen Tier und dessen Welpen keinen Bezug mehr aufbauen.

Diese Welpen erhalten nicht die nötigen Sozialkontakte zu Mensch und Artgenossen und bleiben oft ein Leben lang scheu und unsicher. Zwingeranlagen sorgfältig zu reinigen und die Tiere medizinisch zu betreuen reicht nicht aus, um ein Hundezüchter zu sein. In meinen Augen ist das Nutztierzucht und keine züchterische Leistung, sondern eben Hundevermehrung.

Der Kaufpreis ist entsprechend niedrig, liegt meist deutlich unter dem rasseüblichen Welpenpreis. Ein “Schnäppchen” fast, verglichen mit seriösen Welpenvermittlern.

Einem Hundevermehrer ist es aber gleichgültig, welche charakterlichen Eigenschaften die Tiere haben, von denen er Nachwuchs züchtet. Sie können ängstlich oder hysterisch sein, sie können die verschiedensten Standardfehler haben, egal, Hauptsache es klappt mit den Jungen.

Rassehundekauf sollte jedoch Vertrauenssache sein, sowohl beim Käufer als auch beim Verkäufer eines Welpen. Man will ja schließlich viele Jahre glücklich mit seinem neuen Freund zusammenleben und nicht schon nach wenigen Tagen oder Wochen einen ebenso schmerzlichen wie teueren Mißgriff beklagen müssen.

Deswegen! Rassehund ist nicht gleich Rassehund!

Wer sich für einen Rassehund interessiert, sollte nicht die Mühe scheuen und eine Fahrt zu einem Züchter auf sich nehmen, auch wenn dieser nicht sofort einen Welpen zu verkaufen hat. Dann muß man eben bereit sein zu warten.

Einen Hund kauft man mit Herz und Verstand und mit viel Geduld!

Spiegelbilder: Menschliche Psyche und tierisches Wohlbefinden

Kategorie: Karin Jetter – Jetter – 14:33

Wenn man ein Tier in die Familie aufnimmt, wird es oft nicht mehr als “nur ein Tier” betrachtet. Statt dessen wird es zu einer eigenständigen Persönlichkeit, das Tier bekommt einen -oft menschlichen- Namen, es wird zu Charly, Cimba oder Bobby,

Plötzlich ändert sich auch die eigene Einstellung zum Tier selbst. Es ist kein artfremdes Lebewesen mehr, sondern wird zum Freund, Begleiter und Lebens-Gefährte also zu einem einzigartigen Individuum. Aus dieser Gemeinschaft erwächst eine merkwürdige und wunderbare Art der Kommunikation.

Tiere, insbesondere Haustiere und vor allem unsere Hunde sind hochsensible Lebewesen, die sich bis zur Selbstaufgabe auf ihre menschlichen Begleiter einstellen können. Leider ist das nicht immer zum Wohle des Tieres selbst, bekommt es doch mit seinen feinen Antennen auch den psychischen “Hausmüll” seiner Zweibeiner mit.

Ich habe schon immer geglaubt, daß Tiere und Menschen eine telepathische Empfänglichkeit füreinander entwickeln können und habe diesen Glauben in meiner Praxis bestätigt bekommen. Oft ist die Auffälligkeit dieses Phänomens so groß, daß es einfach nicht mehr als “zufällig” abgetan werden kann.

In Laufe der Zeit bin ich dazu übergegangen, bei besonders hartnäckigen und chronischen Erkrankungen ein Gespräch mit den Besitzern zu führen und sie über ihren Umgang mit dem Tier, ihren täglichen Sorgen und über ihren eigenen Gesundheitszustand zu befragen. Es ergaben sich erstaunliche
Zusammenhänge. Aus diesen vielen Informationsquellen entwickelte sich eine Art Fragebogen:

  • Ähnelt das gesundheitliche Problem meines Tieres einem, das ich selbst habe oder hatte? Derselbe Körperbereich, oft an der gleichen Seite – links oder rechts
  • Habe ich mir jemals Sorgen gemacht, daß mein Tier genau das Problem bekommen könnte, daß es jetzt tatsächlich hat?
  •  Welche Ähnlichkeiten bestehen zwischen meinem Tier und mir? Warum habe ich gerade diese Rasse gewählt?
  • Scheint mein Tier besonders erregt zu sein, wenn es emotionale Spannungen oder Konflikte im Haus gibt? Wie reagiert es auf Psycho-sozialen Stress? 
  • Welche Bilder, Sorgen oder Einstellungen gehen mir im Hinblick auf die Krankheit meines Tieres durch den Kopf? Welche “Botschaften” könnte ich ihm senden?
  • Was war los, bevor das Tier die ersten Symptome zeigte? Hat sich der Haushalt vergrößert oder verkleinert, hat jemand angefangen zu arbeiten oder ist längere Zeit abwesend?
  • Wird dem Tier vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt, positiv oder negativ, wenn es Krankheitssymptome zeigt?
  • Wie wird mit dem kranken Tier umgegangen? Wird es ausgiebig gepflegt und die Erkrankung wird zum Mittelpunkt vieler Hilfeleistungen der gesamten Familie?

Die Antworten auf diese Fragen verhalfen oft zum besseren Verständnis des gesundheitlichen Problems. Bei unseren Tieren kommen nämlich die vielfältigsten “Botschaften” der vertrauten Personen an. Sie nehmen nicht so sehr das auf, was wir sagen, sondern vielmehr das, was wir im Inneren fühlen und uns vorstellen. Fast kann man von geistigen Bildern sprechen, die wir auf unsere Tiere projizieren.

Wenn Sie daran denken, daß zwischen dem Besitzer und seinem Tier tiefe emotionale Bindungen bestehen, können diese geistigen Bilder eine ungeheure Wirkung auf das Tier haben, eine Wirkung, die möglicherweise die vorher beschriebenen “merkwürdigen” Zufälle im Krankheitsverhalten von Mensch und Tier teilweise erklärt.

Wenn Sie noch nie daran gedacht haben, daß Tiere durch Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen ihrer Besitzer krank werden könnten, erscheint Ihnen diese Vorstellung wahrscheinlich ziemlich abwegig. Aber die Fälle in der Praxis sind oft zu augenfällig.

Hier ein paar Beispiele:

Unter starkem Juckreiz leidende Hunde haben in der Familie in der sie leben, oft ein Mitglied mit Neurodermitis oder Allergien. Ich habe aber auch Fälle erlebt, in denen sich die Besitzer Sorgen darüber gemacht haben, daß ihr Tier eine bestimmte Krankheit bekommen würde und alles mögliche unternahmen, das zu verhindern.

Weil z.B. der Vorgänger des Tieres an einer bestimmten Krankheit verstarb und man große Sorge hatte, das nochmals zu durchleben. Dann fragt man sich verzagt, warum man “wieder” ein Tier mit einer Nierenerkrankung hat.

Warum ist die Bindung zwischen Mensch und Tier so stark, daß sogar der körperliche oder emotionale Gesundheitszustand der menschlichen Gefährten reflektiert wird? Warum übernimmt ein Tier vorurteilslos die Informationen der Besitzer?

Betrachten wir es einfach mal aus dem Gesichtspunkt des Tieres. Stellen Sie sich einen Augenblick vor, sie wären Ihr Tier: “Hier bin ich, meine ganze Welt besteht aus dieser Familie und möglicherweise noch ein paar Kindern, Hunden und Katzen auf der Straße.

Diese Familie gibt mir all mein Futter und all meinen Schutz. Ich bin völlig von ihr abhängig. Sie überschütten mich mit Zuneigung und in der Regel mag ich das. Manchmal ignorieren sie mich und ich kenne den Grund dafür nicht. Aber das macht mich besorgt.

Was wäre, wenn ich sie alle zusammen verlieren würde? Ich bin auf ein Rudel angewiesen, denn es bedeutet für mich Schutz und sichere Ernährung.”

Unsere Haustiere empfinden also nicht anders, als jeder unselbständige Nachwuchs. Sie erkennen die Quellen ihrer Sicherheit, bleiben bei ihr, gehorchen, eifern nach und entwickeln eine feste Beziehung.

Begrüßung

Kategorie: Karin Jetter – Jetter – 14:29

Lieber Hundefreund,
Lieber Züchter!

Als Tierheilpraktikerin und Züchterin betreue ich seit vielen Jahren die Rasse PON-Polski-Owczarek Nizinny, einen sehr seltenen polnischen Hütehund. Da ich immer sehr bemüht um den Bestand der Rasse war, bin ich immer tiefer in die Hintergründe der Hundezucht eingedrungen und habe mich mit Vererbungslehre, Genetik und vor allem mit Erkrankungen beschäftigt.

So nach und nach ist mir aufgefallen, daß es gar nicht so einfach ist mit einer kleinen Population über Generationen hinweg gesunde, robuste und vitale Hunde zu züchten.

Mein Ehrgeiz war erwacht und ich beschloß gemeinsam mit einer befreundeten PON-Züchterin ein neues “ganzheitliches Zuchtkonzept” zu entwerfen. Im Vordergrund unserer Bemühungen steht das natürliche Fortpflanzungsverhalten und Gebärvermögen unserer Hunde.

Wir vermeiden Inzucht um die Vitalität der Hunde zu sichern. Mit alternativen Heilverfahren wie Homöopathie, Kinesiologie, Blüten- und Farbtherapie begleiten wir unsere Hunde durch das Zuchtgeschehen und mobilisieren deren Selbstheilungskräfte und stärken ihr Zuchtpotential.

Das Züchten von Rassehunden bedeutet heutzutage eine große Verantwortung. Die Zeiten der Hinterhofzuchtstätten und Hundevermehrer sind hoffentlich endgültig vorbei.

Der aufgeklärte Welpenkäufer erwartet vom Züchter kynologisches Fachwissen und kompetente Auskünfte. Und das zurecht! Vor allem erwartet der Käufer einen erbgesunden Hund, hier steht ein seriöser Hundezüchter in seiner Pflicht.

Der erste Schritt zur Zucht eines gesunden Rassehundes ist die Auswahl geeigneter Zuchttiere. Dabei sollte jedoch weniger auf das äußere Erscheinungsbild geachtet werden, sondern auf die gesundheitliche Verfassung der Tiere.

Definiert man heute in Rassehund-Kreisen den “Zuchtwert” einer Hündin oder eines Deckrüden, so geht man in der Regel von einem “Formwert” dieses Hundes aus. Im Vordergrund des Interesses steht hierbei fast immer das äußere Erscheinungsbild des Hundes, seine Leistung im Wettbewerb, sein Exterieur (das stark abhängig ist von der Haltung, die dieser erfährt), auch die Bedingungen unter denen ein Hund aufwächst, formt dessen “Phänotyp”.

Was man nur in Ausnahmefällen beurteilen kann, ist der Erbwert eines solchen Hundes. Darunter versteht man die Konstitution eines jeden Individuums.

Die potentielle Abwehrkraft gegenüber Krankheiten, die Widerstandskraft gegen Umwelteinflüssen und schließlich die natürliche Fähigkeit LEBEN fortzupflanzen, Nachkommen auszutragen und ohne Schwierigkeiten gesund auf die Welt zu bringen und aufzuziehen.

Gemeint ist hier der “Genotypus” eines Lebewesens, den kein Zuchtrichter und sei sein Auge noch so streng, beurteilen kann. Hier muß der Züchter in Eigenverantwortlichkeit handeln, indem er seine im Zuchteinsatz befindlichen Hunde auf erblich bedingte Schwächen im Bereich Fortpflanzung kritisch, zum Wohle der Rasse, betrachtet.

Zeigt ein Tier in diesem lebenserhaltenden, biologischen Instinktverhalten Ausfälle, würde es unter natürlichen Bedingungen nicht zur Fortpflanzung kommen, die Gattung würde dadurch vor Erbdefekten geschützt.

Bei den von uns Menschen sorgsam umhüteten Tieren lassen sich leider Fortpflanzungsdefekte durch menschliche Einwirkung und Techniken ausgleichen. Es gibt kaum ein Problem, daß man nicht durch künstliche Aufzuchtbedingungen in den Griff bekommen kann.

Wer also glaubt, es genüge, eine gute Hündin mit den besten Bewertungen mit einem ebensolchen Rüden zu verpaaren und alles gehe in Ordnung, der irrt. Leider zeigt die züchterische Praxis, gerade in den letzten Jahren, daß vermehrt konstitutionelle Schwächen auftreten.

Fruchtbarkeitsstörungen nach dem vollzogenen Deckakt, Paarungsunwilligkeit und Geburtsschwierigkeiten sind heute leider keine Seltenheit mehr und bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Was anfangs noch als relativ leichte Geburtsschwierigkeit eingestuft werden kann, steigert sich fast zwangsläufig von Generation zu Generation. Kommt es zu genetisch bedingten Verlusten, betrifft das alle weiteren Nachkommen.

Aus diesem Grund haben wir bei unseren PONs das natürliche Fortpflanzungsgeschehen in den Vordergrund gerückt und sehen es als eines der wichtigsten Selektionsmerkmale an.

In erster Linie liegt uns allen das Wohlergehen unserer Hunde am Herzen. Unsere Rassehunde sollen noch vielen Hundefreunden Vergnügen bereiten.

Uns Züchter obliegt die Verantwortung für die nächsten Generationen von Hundekindern. Hundefreunde, Züchter wie Halter, sollten sich beim Thema Erbkrankheiten und Genverarmung durch zu enge Linienzucht nicht angegriffen fühlen, sondern sich kritisch den Diskussionen stellen und aktiv werden, um den Rassehund gesund zu erhalten.

Das Team des Instituts für ganzheitliche Hundezucht hat sich diese Aufgabe zum Ziel gesetzt.

Die ersten PONs

Kategorie: Geschichte – Jetter – 14:25

Der PON gehört zu den Urtypen der Hirtenhunde und man vermutet, daß er schon um 1500 Herden gehütet haben soll.

Er entspricht in seinem Typ der dicht und rauh behaarten Gruppe Hütehunde, wie man sie -außer in Polen- auch in anderen osteuropäischen Landstrichen antrifft.  Hirtenhunde sind überall dort entstanden, wo es Hirtenvölker gegeben hat und zum Teil noch gibt.

Mittelgroß, etwas zottig im Fell, mit dichtem Unterhaar, so ist uns dieser zähe kleine Arbeitshund erhalten geblieben. Er ist sicher ein Überlebenskünstler, hat er es doch über viele Jahrhunderte geschafft, seine ursprünglichen Eigenschaften zu bewahren.

Er überlebte Kriege, Zersiedelung und Entbehrungen und den Übergang in das städtische, moderne Leben. Als Hüter freilebender Herden und Wächter der Hirten und ihrer Familien beugte sich der PON von Anfang an willig der menschlichen Autorität und war seinem Herrn ein treuer und gefälliger Gefährte, voller Anhänglichkeit zu seinen Zweibeinern und distanziert zu Fremden.

Man erzählt von seinen Vorfahren, daß sie die Herden weit übers Land zu den Märkten trieben. Seine Halter und Züchter waren vor allem die Schafzüchter, deren gekauftes oder verkäufliches Vieh über lange Strecken getrieben werden mußte.

Man muß sich einmal vorstellen, unter welchen Schwierigkeiten und Gefahren so ein, nur auf seine Beine angewiesener Viehtransport durchgeführt werden mußte. Es werden außerdem nicht nur Halunken aus dem Tierreich gewesen sein, die sich den Herden mit unlauteren Absichten näherten.

Auch Wegelagerer und Wilddiebe werden sich bestimmt gern an diesem fremden Wandergut zwecks Auffüllung eigener Bestände vergriffen haben.

Vielleicht hat sich der PON aus dieser Zeit seine hohe Wachsamkeit bewahrt und seinen mutigen Einsatz Hab und Gut seiner Besitzer unter Einsatz seiner ganzen Kraft zu verteidigen. Ein PON, der den Einkaufskorb oder den Kinderwagen seiner Herren vor dem Einkaufsladen “bewacht!” ist ein sehenswürdiger Anblick.

Seine Vorfahren jedenfalls hatten den Mut Schaf und Rind in Gang zu halten und sie mußten auch Mensch und Tier bewachen, wenn andere sich in böser Absicht näherten. Vor diesen einstigen Herdengebrauchshunden sollte man noch heute Respekt haben, denn ohne sie hätten die Menschen es sehr viel schwerer gehabt. Größere Ansammlungen von Tieren zu versorgen und zu schützen, konnte ohne die “zweiten Helfer” dieser Bauern kaum gelingen.

Hütehunde hatten vielfältige Aufgaben zu bewältigen, die sich grundlegend von der des jagenden Gehilfen unterschied.

Zwar mußte auch der Herdenhund so scharf und mutig sein, daß er Raubzeug von seinen Schützlingen fernhalten und vertreiben konnte, aber andererseits durfte er sich nicht an den ihm anvertrauten Tieren vergreifen und er durfte sich auch nicht auf Hetzjagden hinter dem Raubzeug her einlassen. Während seiner Abwesenheit wären die Herden ja ohne Schutz gewesen.

Es wurde aber noch mehr von den Herdenhütern verlangt, nämlich große Selbständigkeit bei der Arbeit. Diese hohen Anforderungen setzen einen ebenso hohen Intelligenzgrad bei den Hunden voraus. Die Anfänge der züchterischen Auswahl Eine systematische Zucht fand nicht statt. Die in den dörflichen Ansiedelungen gehaltenen Hunde vermischten sich untereinander.

Sicher hat aber der Hirte aus den Hunden, die ihm zuwuchsen, immer wieder jene ausgesondert, die sich als nicht geeignet erwiesen und jene behalten, die den Anforderungen entsprachen. Es wäre sentimental und gegen alle Logik, wenn die Menschen jener Zeiten nicht so gehandelt hätten, auch wenn sie nicht das geringste über Erbanlagen und Vererbung wußten.

So klug sind sie bestimmt gewesen, daß sie erkannten, welcher ihrer Helfer wirklich einer war und wer nicht. Allein die Arbeitswilligkeit, die Gesundheit und die Ausdauer waren daher die Vorzüge, die einen polnischen Hütehund auszeichneten.

Auf Schönheit achtete man nicht, wertvoll war ein Hund durch seine Gefolgschaftstreue und Wachsamkeit und durch ein anpassungsfähiges Wesen.

Dennoch, oder gerade deswegen überlebte der PON und ließ ihn zum modernen Familienhund werden, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Er ist ein echter “Allrounder” geworden, der für seine Menschen durch dick und dünn geht!

Wenn Sie heute also eine Rasse wählen sollten Sie sich unbedingt über die Vorfahren und den ursprünglichen Zuchtzweck informieren, denn keine Rasse kann das Erbe seiner Ahnen verleugnen. Hütehunde können echte Familienhunde sein.

Statt der Herden bewachen sie ihre Menschen, deren Haus und Hof. Sie sind ernst zu nehmende Beschützer, mutig und trotzdem sanft.

Ein Welpe kommt ins Haus!

Kategorie: Tipps&Tricks – Jetter – 13:53

Es ist anstrengend wie lehrreich, junges Leben aufzuziehen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, möge sich einen weisen alten Hund zulegen. Oder ganz auf einen verzichten.

Wer einen Putzfimmel hat oder ganz „wertvolle” Gegenstände in seiner Edelwohnung liebt – ebenso. Dabei könnte man selbst von einem Welpen angewandte Sozialkunde lernen. Wie macht ein verantwortungsvoller Hundefreund sich halbwegs verständlich, wie lehrt man dem Welpen die neue Hausordnung?

Abgabealter
Vorgaben für das richtige Abgabealter gibt es nicht, nur Anhaltspunkte. Natürlich gibt es ein Alter, vor dem Welpen nie und nimmer abgegeben werden dürfen, es sei denn aus Tierschutzgründen.

In der Regel werden unsere PON-Welpen zwischen der 8. und 9. Lebenswoche abgegeben. Erfahrungen mit der Rasse haben gezeigt, dass sie zu  diesem Zeitpunkt die nötige Reife haben und sehr neugierig sind. Jetzt wollen sie unbedingt etwas Neues kennenlernen und was wäre hierzu geeigneter, als in ein neues Rudel aufgenommen zu werden?

Meist hat Mutterhündin begonnen, die Welpen von der eigenen Milchbar abzusetzen, und wenn die Welpen schon mal ihre eigenen Wege gehen, sich also selbstständig machen, warum dann nicht gleich die Übersiedelung in ein neues Zuhause. Niemals sollten Welpen vor der 7. Woche abgeben werden!

Hände weg von Züchtern, die dafür eine fadenscheinige Erklärung haben.  

Die Vorbereitung zum Abholen
Es hat sich bewährt bei einem Besuch beim Züchter eine kleine Decke oder ein Handtuch zu hinterlassen, damit sich der Kleine, durchaus der ganze Wurf, geruchsmässig verewigen kann und vertraute Gerüche hinterlässt. Der Welpe wird am Abholtag nicht mehr gefüttert, damit er nicht mit vollem Magen die erste Fahrt erleben muß. Ein guter Züchter gewöhnt den Wurf oder einzelne Welpen schon vorher an das Autofahren und sogar an eine leichte Leine. Und einen Futterplan mit einem Aussteuer-Paket für die ersten Tage gibt er auch mit.

Der Transport, die Gewöhnung ans Auto   

Ausgiebig und in aller Ruhe das Auto „zeigen”, also beschnuppern lassen, mit ruhigen Kommentaren begleiten, damit der Welpe Vertrauen fasst zu dem Ding, in dem er gleich eine zeitlang verbringen muss. Nehmen Sie eine Begleitperson zur Abholung mit, die sich während der Fahrt um den Welpen kümmern kann. Es ist etwas anderes, den gesamten Wurf, womöglich mit Mutterhündin, ans Autofahren zu gewöhnen, oder ihn nachher abzuholen und mit neuen Menschen und Gerüchen zu konfrontieren.

Bewährt hat sich ein Einkaufskorb (Klappkorb), den man auspolstert und wo er sich hinlegen und auch mal umdrehen kann. Aber er darf nicht rausklettern. Deswegen stellt man den Korb am besten zu sich auf den Rücksitz und die Begleitperson fährt ebenfalls auf dem Rücksitz mit.

Fein heraus ist, wer einen zweiten autogewöhnten und erfahrenen Hund als Unterstützung dabei hat. Dann kann man den Welpen zum erwachsenen Hund in den Kombi tun und in der Regel reicht das aus, um dem Welpen die Fahrt angstfrei zu gestalten. Er holt sich die Sicherheit vom erfahrenen Hund. Haben Sie keinen zweiten?  

Leihen Sie sich einen aus dem Freundeskreis, aber bitte einen Hund, der sich mit Welpen verträgt!

Gewöhnung ist alles. Das erste Ziel, bei dem das Auto anhält und er raus darf, das wird er sich als angenehm oder unangenehm einprägen: Sie haben die Wahl zwischen Wald, Wiesenblumen oder den Benzindüften und Glasscherben auf Autobahn-Raststätten.

Nehmen Sie sich also lieber Zeit und fahren etwas abseits ins Grüne und lassen Ihren kleinen Hund schnüffeln, pullern und auch etwas Wasser trinken. Wenn er sein Bächlein gemacht hat, geht die Fahrt weiter. Übrigens! Der Welpe wird noch im Auto angeleint! Sonst gibt es den ersten Stress mit Geschrei und der Welpe flitzt davon!

Also genau das, was einen in der Erziehung für einen Monat zurückwirft. Das Halsband darf nicht über den Kopf rutschen! Es soll ihn natürlich auch nicht würgen. Nicht unkontrolliert springen lassen, sondern herausheben, wenn die Ladekantenhöhe des Autos höher ist als er selbst. Also meist. Denn sein Knochenbau und seine Bänder und Sehnen sind noch alles andere als stark genug, um solche Sprünge ohne späteren Schaden zu überstehen. Dann sofort auf den Boden setzen!

Ziehen Sie ihn von Anfang an nie! Lieber laufen Sie an dieser ersten Raststelle mit ihm mit. Er hat genug andere Eindrücke zu verkraften und kann sich nicht auch noch auf Ihre Kommandos konzentrieren. Nun lassen Sie ihm die Zeit, sich umzusehen und zu schnuppern, keine Eile! Kein Stress. Unter Stress kann niemand sein Geschäft verrichten.

Dann wieder reinheben. Die meisten Autos, beziehungsweise die Ladekantenhöhe sind noch Gift für den jungen Muskel- und Knochenbau. Er schafft es sowieso nicht. Er soll sich auch beim Reinklettern nicht gleich verletzen. Drinnen wieder loben, vielleicht ein Leckerle als Belohnung.

Haben Sie seine Transportkiste auf dem Rücksitz verstaut, dann heben Sie ihn wieder rein, loben Sie ihn und die Fahrt geht weiter. Er wird sich wieder hinlegen und schlafen. Die Kiste (oder der Korb) geben ihm Sicherheit und Halt. 

Zu Hause angekommen
werden keine Besuche empfangen, auch und vor allem nicht gleich alle Nachbarskinder oder „beste“ Freunde und auch nicht der Hund des Nachbarn. Der junge Hund ist sowieso gestresst. Zu viele Reize an diesem Tag. Ruhe! Gehen Sie zunächst mit ihm in den Garten, lassen Sie alles andere stehen. Auch hier ist wichtig, dass Sie ihm den Empfang so angenehm wie möglich machen, denn diese Eindrück sind prägend!

In seinem Garten darf er dann schnüffeln, bis ihm die Luft ausgeht. Sein Revier! Passen Sie auf seine unruhigen Beschnupperungen am Boden auf. Er sucht. Er sucht seine Duftmarken und die seiner Welpengeschwister oder seiner Mutter. Das Hinweisschild „Hier ist Euer Klo” gibt es aber nicht mehr!

Alles klinisch rein. Er muss aber dringend. Beruhigen Sie ihn mit ein paar Worten. Dann, wenn er sich traut sein Pipi oder gar sein Häufchen zu machen, dann loben Sie ihn überschwenglich mit Worten und streicheln ihn. Er weiss dann, daß er nichts falsch gemacht hat. So etwa nach fünf, sechs Tagen der konsequenten Wiederholung, hier ist mein Platz, hier darf ich „es“ machen, hat er gelernt, sich im neuen Revier heimisch zu fühlen. Es liegt an Ihrer Konsequenz, wie schnell Sie und Ihre Familienmitglieder das hinkriegen.

Er lernt schneller, als Sie glauben, wenn Sie es ihm mit viel Geduld zeigen. Er wird nie gestraft, wenn es nicht gleich klappt, oder wenn er sich im Spiel vergisst. Das tun viele Welpen noch – wie auch Menschenkinder. Aber die haben Windeln – schon vergessen? Wenn er am falschen Ort ansetzt, sofort hochnehmen, dann tritt eine biologisch-automatische Tragesperre ein, Zeit genug ihn hinauszutragen.

Und wenn es doch mal passiert, und das wird es, nie strafen, das versteht der Welpe nicht. Er wird nur verunsichert und traut Ihnen (und sich) nicht mehr. Und das wollen Sie doch nicht, oder? Setzen Sie ihn dorthin ab, wo er machen soll. Bei Erfolg loben. So prägt er sich das ein. Pfützen und große Geschäfte im Haus werden stillschweigend weggeputzt. Kein Kommentar hierzu.

Wiederholung und Konsequenz machen den Erfolg.
Und dann ist erst mal Ruhe angesagt, er wird sich nach einem kurzen Rundgang durchs Haus einen Platz zum schlafen suchen. Legt er sich hin, legen sie ihm seine Decke mit den vertrauten Gerüchen dazu und lassen ihn schlafen. Schliesslich sind Sie nun auch fix und foxi. Im übrigen wird der Hund, und sei er noch so niedlich, ausser dem Blitztransport zum richtigen Hundeklo, nie getragen! Er ist ein Lauftier und nicht krank! Nur ins Auto, anfangs keine Treppen, vor allem keine glatten und durchsichtigen, da kann er auf den Arm genommen werden. Aber wie richtig tragen? Eine Hand unter den Brustkorb, die andere unter das Gesäss schieben. Kinder tragen den Hund nicht, denn sie könnten ihn fallen lassen. Die wichtigsten Prägephasen dauern bis zum 6. Lebensmonat. Man nehme daher bitte auch den entzückendsten Welpen ernst und fängt gleich mit der Erziehung an.

Noch was zum Thema „Sauberkriegen”
Wenn man das Pech hat, ausgerechnet zur unwirtlichen Herbst- oder Winterszeit einen jungen Hund zu bekommen, dann sind die Schwierigkeiten mit der Sauberkeitserziehung besonders gross. Begreiflich, denn wie soll sich der Hund lösen – Schliessmuskel erschlaffen lassen – wenn er vom angenehm warmen Zimmer in das rauhe, kalte Wetter ins Freie geführt werden muss. Hier ist besonders viel Geduld erforderlich, er wird es auch lernen, aber vielleicht nicht so schnell und einfach wie im Sommer.

Bitte bedenken Sie aber immer: er kann nichts für sein Bedürfnis und es ist für ihn eine enorme Lernleistung, es Ihnen zuliebe im Freien zu erledigen.

Er muss erst lernen, dass er nicht ins Haus machen darf. Junge Hunde sind erst mit ca. 16 Wochen in der Lage ihr Geschäftchen längere Zeit zurückzuhalten. Also überfordern Sie ihn nicht und suchen mit ihm konsequent das Freie auf, auch wenn es draussen stürmt und regnet oder gar schneit.

Hunger, Müdigkeit und Spiel, alles auf einmal
Anstrengend, das alles, was wir ihm zumuten. Er hat sich das alles nicht ausgesucht, sondern wir ihn! Also machen wir es ihm angenehm. Aber nicht bequem. Er muss nun in den nächsten Wochen die neue Hausordnung kennenlernen. Futter gibt es zu bestimmten Zeiten und nach einem exakten Plan. Sie geben ihm in seine Schüssel die Portion, die Ihnen der Züchter als Ration aufgeschrieben hat und zunächst dasselbe Futter.

Da gibt es grosse Unterschiede, und jeder weiss es noch besser. Bleiben Sie zunächst bei dem Futter, was Ihnen der Züchter mitgegeben hat. An dieses Futter ist er gewöhnt, es erinnert ihn an sein Zuhause und es riecht vertraut. Das ist für ihn im Moment das Wichtigste. Stellen Sie also nicht das Futter um in einer Zeit, wo alles nur Veränderung bedeutet.

Er wird prompt mit Verdauungsstörungen im Innen und Außen reagieren. Alle für ihn erreichbaren Haushalts-Reinigungsmittel sind sicherzustellen, er wird alles auf die Probe stellen, ob es nicht doch was Freßbares ist.      

Wo hinlegen, wo schlafen, wo sind seine Geschwister?

Ein Welpe gehört in den ersten Tagen bzw. Nächten ins Schlafzimmer. Bitte nicht ins Kinderzimmer, sondern ins Elternschlafzimmer. Irgendwann wird der Kleine nämlich seine Geschwister vermissen, nachdem er müde geworden ist. Er sucht die Körperwärme seiner Geschwister. Aber wo hinlegen? Wenn es noch zu früh ist um schlafen zu gehen, setzen Sie sich zu ihm auf den Boden.

Auch hier sind die ersten Eindrücke prägend und die will man ihm doch so vertrauenserweckend wie möglich gestalten. Der Welpe darf nicht ins Bett! Das Bett, überhaupt Ihre Plätze sind für den Welpen von Anfang an tabu. In einer intakten Hundefamilie gibt der Leithund auch vor, wo man liegen darf und wo nicht.

Also, runter vom Bett oder von der Couch. Und wenn es 20mal sein muss. Er ist hartnäckig. Aber fangen Sie es erst garnicht an! Was in den ersten Tagen tabu ist, bleibt auch tabu! Aber er darf am Bett schlafen, wenigstens für die erste Zeit. Weil ihm die Sehnsucht nach seinen Geschwistern zum Heulen ist. Er braucht dringend Nähe zu seinem neuen Rudel.

Will der Welpe rauf auf das Bett – also zu Ihnen – dann hilft nur eiserne, geradezu ermüdende Konsequenz: „Nein”. Runter, Hand auf den warmen kleinen Körper legen, über die Kruppe streichen. Das beruhigt.

Fress- und Tischsitten

Auch wenn es schwerfällt: Nutzen Sie die Gunst der Stunde der Ersterlebnisse: es ist von grosser erzieherischer Wirkung, wenn man gewisse Hausordnungen von Anfang an festlegt, und nur bei eigenen Fehlern korrigiert. Hunde sind Gewohnheitstiere, sie lieben feste Ordnungen. Und Welpen brauchen gewissen Ordnungen, schon, um ihren Stoffwechsel kontinuierlich auf-/ und abzubauen.

Und der Halter hat nach dem ersten Stress – wann frisst er, wann schläft er, wann hat er Spiellaune und wann muß er verdauen, die Zeiten besser im Griff, wenn alles nach einem geordneten Tagesplan verläuft und er lernt den Welpen beim Wichtigsten kennen:. Fressen, Verdauen, Spielen und schlafen. Der Hund hat seinen von Anfang an ungestörten Platz, wo sein Freßnapf und seine stets mit frischem Wasser gefüllte Schüssel steht.

Dort, während des Fressens darf er nur zur Erziehungskontrolle des Rudelbosses „gestört” werden. Ansonsten wird er in Ruhe gelassen.

Nachdem er aufgehört hat, seine Ration zu fressen, gibt man ihm noch ein paar Minuten Frist, ob er den Rest der Mahlzeit auch noch will, dann wird der Napf geleert. Keine Ausnahme. Nur so gewöhnt er sich das Nachfassen oder Schlecken über zig Stunden ab. So gewöhnen Sie ihn daran, das Sie sich auf seinen Stoffwechsel-Rythmus einrichten können.

Er soll ungestört, aber zügig seine Portion fressen. Wie viel? Anfänger, die das richtige Mass nicht im Gefühl haben, verlassen sich auf die Ratschläge des Züchters und füttern erstmal so weiter wie es der Welpe gewöhnt ist. Am besten, Sie legen sich eine Tabelle an und wiegen den Hund einmal im Monat und vergleichen mit den rasseüblichen Vorgaben.

Nach dem Fressen erst mal raus mit ihm ins Freie und dann darf er spielen bis er müde ist. Welpen dürfen nach dem Fressen nicht übermäßig toben, aber er darf sich normal bewegen und herumlaufen.

Fühlen Sie ab und zu über die Flanke ihres Hundes. Wenn Sie die Rippen spüren, hat er das richtige Mass. Fressen gibt es übrigens nur in der Hundeschüssel. Sonst erzieht man sie zu Bettlern. Es braucht nur eine Ausnahme. Denn der Hund ist streng und konsequent. Er lauert auf seine Gelegenheit, wartet wie ein Jäger. Und wenn doch was runterfällt, dann hat er gewonnen. Und schon hat der Hund den Halter erzogen, das geht schnell.

Der erste Ausgang und die Überforderung
Lassen Sie ihn die ersten Tage im Garten, damit er sich vertraut machen kann. Sehr bald werden Sie merken, daß ihm das zu langweilig wird. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen um mit ihm eine kleine Runde spazieren zu gehen. Aber niemals Stress ausüben.

Lassen Sie ihn neugierig sein. Lassen Sie ihn vor allem auf dem Boden laufen, da, wo er hingehört und Kontakt aufnehmen kann zu anderen Hunden. Wenn Sie sich vorher kurz mit dem Halter abgesprochen haben! Schlechte Erfahrungen wird man nicht vermeiden können, soll man auch nicht, aber nicht gerade in den ersten Tagen.

Die ersten Spaziergänge sollten eine½ Stunde nicht überschreiten und sollten immer mit einem Erfolg abgeschlossen werden! Aber nicht überfordern. Der Welpe wird ihnen folgen, so lange er körperlich kann, das gibt ihm sein Instinkt vor. Setzt er sich hin, ist er eigentlich schon überfordert und hundemüde!

Welpen schlafen in den ersten Wochen noch viel. Lassen Sie ihn schlafen, er benötigt diesen Schlaf um wachsen zu können und das ist anstrengend. Stellen Sie Ihren Tagesablauf auf die Ruhephasen Ihres Hundes ein. Er ist schnell herangewachsen und dann kann er sich an Ihren Ablauf anpassen. Der junge Hund braucht viel Fürsorge und Verständnis. 

Aber sein körperliches und psychischen Wachstum zu begleiten, ist ein Vergnügen, das nicht zu ersetzen ist und viel zu schnell vor sich geht. Deshalb geniessen sie es, dieses junge Lebewesen im Haus zu haben und hetzen Sie ihn nicht. Sie haben die Entwicklung in der Hand, was aus ihm mal wird, entweder ein aufgeschlossener, stabiler Hund oder ein scheues Etwas.

Nutzen Sie diese Zeit. Zeigen Sie ihm seine und Ihre Umwelt. So wird er mit Ihnen selbstsicher. Unnötig zu sagen, dass man für die Eingewöhnung des Welpen ohnehin Urlaub nimmt. Denn diese Zeit ist erstens Aktiv-Urlaub und zweitens ein Gewinn für die spätere Entwicklung. Wer jedoch zu wenig Zeit für einen Hund hat, und es kommt nie auf die Körpergrösse des Hundes an, der möge Tierfreund bleiben und so lange auf einen verzichten, bis er Zeit hat.

Er will lernen – mit Ihnen
Besuchen Sie mit ihm eine Welpenschule. Er lernt den Sozialkontakt und vor allem die Rangordnung mit anderen Hunden seines Alters. Und Sie lernen mit ihm. Solche Kontakte entscheiden über seine Wesensentwicklung ganz erheblich. Schüchternheit, Selbstsicherheit oder gar Angst ist nicht angeboren, sondern Gemütszustände, die sich auf Lernerfahrungen stützen.

Nehmen Sie sich auch viel Zeit und machen mit ihm Ausflüge in die Stadt, in verschiedene Parks, in den Wald oder mal ans Wasser. Alles was er jetzt lernt, wird ihm helfen seine Umwelt als reizvoll und abwechslungsreich kennenzulernen. Aber immer mit einem positiven Abschluß aufhören, nie wenn der Welpe unsicher ist, die Übung abbrechen.

Wenn er etwas stabiler ist, scheuen Sie sich nicht auch mal an Krach machende Plätze zu gehen, also an Sportplätze, Kindergarten, Schulen und lassen ihn ruhig auch mal dieses Getöse ertragen. Nach anfänglichem Gezerre an der Leine wird er sich beruhigen und sich an Ihnen orientieren. Tun Sie so, als wenn es das Selbstverständlichste der Welt ist, lärmende Kinder zu beobachten oder an einer Hauptstraße zu stehen und die Lastwagen vorbeidonnern zu lassen.

TRÖSTEN SIE IHN NIEMALS!!!
Also kein beruhigendes Wort an ihn, wenn er winselt, die Rute einklemmt und den Schauplatz verlassen will. Ignorieren Sie ihn und sein Verhalten und nehmen Sie ihn niemals auf den Arm. Er muß sich dran gewöhnen und er wird sich dran gewöhnen! Also öfters mal so eine Übung wiederholen, und bei der kleinsten Erfolgsrückmeldung den Hund loben und nochmals loben.     

Spielen und toben
Ein Hund, der nichts lernen darf, bleibt ein dummer Hund. Spielen ist eine entscheidende Vorstufe. Spielen ist soziales Lernen zum Überleben. Und spielen Sie mit ihm, lassen Sie ihn dabei nicht allein, bleiben Sie immer in sicherer Nähe zu Ihrem Hund, auch wenn er mit anderen spielt und tobt. Er muß immer zu Ihnen zurückfinden. Hier werden die Weichen zu einer guten Bindung gelegt, denn alle positiven Erlebnisse nimmt der Hund gemeinsam mit Ihnen als Bezugsperson wahr.

Denn die Rangordnung ist eines der wichtigsten Regeln für das streng ordnungsliebende Gesellschaftstier Hund. Er muss nun in seinen Rang eingeordnet werden. Von Unterordnung oder gar Unterdrückung spricht niemand, der einen selbstsicheren Hund will.

Er muss die Regeln kennen lernen. Ein eingeordneter Hund ist immer auch ein zufriedener HundMan darf sich nicht davon abhalten lassen, dass er ja noch so klein und so süss sei. Er wird Ihnen dann bald zeigen, was er davon hält. Nehmen Sie Ihren Welpen von Anfang an ernst und leiten ihn hundegerecht.

Strafen?
Strafen kennen Tiere untereinander nicht. Sie weisen sich und andere zurecht. Die härteste Strafe für Hunde – vor allem für Welpen – ist die Isolation von der Umwelt und ihrer Menschen; die zweithärteste ist Korrektur durch Spielabbruch.

Aus dem Spielplatz entfernen, Überschnauzenpacken – nicht zudrücken, nur packen, wie die Hunde es auch tun. Korrekte Verbotshörzeichen geben: “Nein!”, am besten geknurrt “Nnnaaa!”. Und immer unmittelbar, noch besser im Ansatz der “Untat”. Zu spätes “Strafen” verwirrt den Hund, er verknüpft es nicht mehr mit dem Verbot.

Am besten, man schaut sich das bei den Hundeeltern ab. Die können das. In einem natürlichen Rudel werden Welpen mit knurren “gewarnt”, wenn sie ein Tabu überschreiten. Verstehen sie diese Warnung nicht sofort, wird nochmals gewarnt und auch mal die Lefzen hochgezogen. Der Ton wird lauter. Ein intakter Welpe wird sich sofort zurückziehen und in einem gebührenden Abstand vor den Alten liegenbleiben.

Für die Unverbesserlichen, die sich nochmals vorwagen, gibt es eine erneute, gesteigerte Lektion: der alte Hund bellt den Kleinen an und schnappt nach ihm. Das reicht meist aus, um ihn völlig zu erschüttern und er wird quickend und schreiend das Weite suchen und er hat seine Lektion gelernt.

Er wird es nicht mehr versuchen und wenn, bekommt er dieselbe Lektion nochmals verpasst, konsequent! Hunde kennen keine antiautoritäreErziehung, sie diskutieren auch nicht. Hier wird knapp und sehr deutlich auf die Tabus hingewiesen.

Hunde “sprechen” mit ihrem ganzen Körper. Sie setzen ihn ein. Das hat man uns aberzogen. Lernen wir von den Hunden wieder eindeutige Körpersprache. Die Worte dazu lernt Ihr Welpe später mit den Körpersignalen zu verknüpfen, aber er wird auch immer auf Ihre Körperhaltung achten.

Zeigen Sie ihm, daß Sie sich freuen! Er wird seine Freude auch mit dem Körper zeigen. Er kringelt sich vor Freude, wenn Sie kommen, er wird sein kleines Hinterteil in die Höhe recken, wenn er mit Ihnen spielen will und er wird sich auf den Rücken legen, wenn er Unterordnung zeigt. Klemmt er den Schwanz ein, hat er Angst und ist unsicher, hoffentlich nicht, weil er sich vor Ihnen fürchtet. Sie sollten immer Anlaß zur Freude sein, es sei denn, Sie machen gerade eine erzieherische Übung mit ihm, dann darf er schon mal unsicher sein!

Sich spielerisch Achtung verschaffen
Sie suchen sich ein absolut begehrenswertes Teil für den Welpen. Etwas, was er verflucht gerne hätte, oder was ihm als Spielzeug gerade das Liebste ist. Das nehmen Sie auf und tragen es so umher, dass es für den Welpen wahnsinnig interessant wird. Machen Sie das Spiel hundeverständlich und gehen auf alle Viere runter, (wenn es der Nachbar nicht sieht oder der Lebensgefährte). Das sieht dann für den Welpen aus wie im richtigen Hundeleben. Dann lassen Sie das gute Stück fallen.

Der Welpe, wenn nicht ganz verdattert, wird es sofort haben wollen. Da fahren Sie ihn an mit einem tief geknurrten “Nnnaaa!” oder “Nnneein!” Das Knurren ist dabei wichtig, denn das kennt er von seiner Mutter. Jetzt fängt es jedoch erst an.

Das Bestätigen sie jetzt durch eine kleine Verbesserung der Lehrstunde: Sie krabbeln mit dem Teil, dass Sie wieder aufgenommen haben, ein paar Zentimeter weg, der Welpe schaut sehr gierig, und lassen es fallen. Dann entfernen Sie sich ein Stück, tun so, als interessiere Sie das Ganze nicht mehr. Haben aber alles unter Kontrolle. Der Welpe wird nun – viel vorsichtiger als beim ersten Versuch – herankriechen.

Wenn sein Hals lang wird und der Fang schon geöffnet zum wegholen des Beutestücks, dann fahren Sie herum und wieder kommt der Ruf: “Nnneein!” – Sie verknüpfen dies wieder mit dem Verbotshörzeichen “Nein!”, das später ja ohne dieses bühnenreife Stück funktionieren soll. Knurren Sie, überwinden Sie sich. Es hilft nur dem Verständnis des Hundes, der Verbote nur durch Knurren kennt. Im Notfall durch Schnappen.

Das ersparen wir uns aber. Der Welpe ist vermutlich – wenn Sie es ernst genug gemeint haben – unter den Tisch geflitzt. Huch! Böse. Hmm. Entweder verstärken und wiederholen Sie dies nochmal, oder Sie stehen auf, nehmen das Teil und – weg damit. Ende der Vorstellung. Sie haben ihm auf jeden Fall mächtig Eindruck gemacht und sie werden in seiner Achtung ein paar Sprossen steigen!

Wichtig ist auch dies als Lehre: Sie beginnen ein Spiel mit dem Welpen, und nur Sie beenden es. Damit dürfte die Rangfolge und -einordnung fürs Erste geregelt sein. Bei manchen Welpen sitzt diese Übung für Jahre und sie testen nicht nochmals nach.     

Spielen lernen
Noch einmal, auch wenn es langweilt, aber da wir Menschen kaum mehr spielen können, oder es durften: Spielen ist Anleitung zum Leben – bei Wildtieren: Überleben. Spielen ist nicht bloss Herumalbern. Etwas spielend beigebracht zu bekommen, ist nach wie vor die beste pädagogische Methode.

Im Spiel kann der Welpe lernen, was zu weit geht, wer der Stärkere ist und der Schwächere. Gute Pädagogen unter erwachsenen Hunden lassen es zu, dass auch mal der Welpe “oben auf” ist, sie, die wirklich überlegenen, unterwerfen sich schon mal, damit der Welpe selbstsicher wird. Das wird bei den meisten jungen Hunden bei schwachen Erziehern, Dresseuren, heute noch falsch gemacht. Der Welpe bekommt nie das Gefühl, wie stark er sein kann. So werden Angstbeisser erzogen. Aber zum Schluss eines Raufspiels müssen immer Sie als “Sieger” hervorgehen. Damit klar bleibt, wer der Boss ist.     

Es sind ganz einfache Spielregeln, die ein junger Hund lernen kann. Aber Hunde untereinander sind ungeheuer konsequent und streng. Bei Hunden gibt es kein Wenn und Aber. Keine Unentschiedenheit. Psychisch starke Hunde nützen jede Schwäche, die sich ihnen im Ernstfall bietet, gnadenlos aus. Das wird aber bereits im Rudel unter verschieden alten Tieren erprobt.

Wenn ein Welpe, wie meist der Fall, keinen erfahrenen Hund als direkten Rudelgenossen zur Verfügung hat, dann müssen die menschlichen Rudelmitglieder diesen Lehrkörper darstellen. Und mit Körper meine ich wirklich die ausgeprägte Körpersprache, zu denen eben nur gesellschaftstüchtige Tiere fähig sind. Sie müssen sich anderen mitteilen. Damit der andere versteht, was gemeint ist, was man will oder nicht. Dazu gehören Bestätigung und Verbot, Vermeiden und Vortäuschen (Imponieren).

Fürs erste genügt, (weil der überglückliche Mensch zu viel zu tun hat mit dem Glücklichsein und Beobachten), dass man dem Welpen die menschlichen Hände langsam entzieht. Sie sind fortan – auch wenn es schwerfällt, keine Spielzeuge mehr. Seinen Beissdrang kann man mit geeigneten Spielzeugen (kein Plastik) befriedigen. Er muss sich ja nun anderweitig beschäftigen, weil die Geschwister nicht mehr da sind, mit denen man sich messen kann, bei denen man Nestwärme vorfindet. Sie sind für ihn nicht Welpe, sie sind Rudelführer! Wenn Sie diese Rolle abgeben, wird er sie bald übernehmen, und Sie merken es später.

Er nimmt sich nur, was er kriegen kann.

Sie fangen sofort damit an, ein Spiel zu beginnen und es auch zu beenden: vom Boden wieder aufstehen und Spielzeug wegstellen. Sie bestimmen fortan die Regeln. So stellen Sie klar, wer hier der Boss ist. (Hier dürfen Sie es endlich sein, also tun Sie es.)

Das geht alles ohne Gewalt. Haben Sie schon mal gesehen, wie ein Hund einen Welpen zurechtweist? Dazu braucht er keine Zeitung, keinen Stock, sondern den Überschnauzengriff, weil dies auch die Elterntiere so machen. Der Überschnauzenbiss kann später mit einem Überschnauzengriff mit der Hand ersetzt werden. Das verstehen die Hunde sofort.

Seien Sie ein Souverän gegenüber ihrem Hund, spielen Sie mit ihm, aber nie gegen ihn. Höhere Lebewesen lernen früh und schnell. Also keine Ausreden Ihrerseits. Sie können dem Welpen schon in den ersten Tagen beibringen, dass er gemeint ist, wenn Sie seinen Namen rufen.

Dazu klatschen Sie in die Hände, um durch dieses Geräusch seine Aufmerksamkeit zu erregen, und als Signal, dass es von Ihnen ausgeht, und sagen dazu seinen Namen. Kommt er dann auch noch rein zufällig zu Ihnen, verknüpfen Sie dies sofort mit einem “Hier”. Wunderbar! Er hat Ihr Hörzeichen mit der Umsetzung verknüpft. Die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung.

Und wenn Sie ihn unmittelbar danach loben und belohnen, haben Sie das Prinzip des Lehrens begriffen. Sitzt er dann auch noch vor Ihnen ab, wiederholen Sie den Ablauf mit einem “Sitz”, wenn er sich gerade – noch zufällig – in diese Haltung bewegt.

Noch schöner, ist ja fast die halbe Grundausbildung! Weil Sie es begriffen haben, wie man Hunden etwas biologisch beibringt. Denn die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Fürs erste. Denn nur die – auch für den Welpen – verständliche Wiederholung bestätigt und speichert er ab.

Rangordnungs-Training
Dies ist die wichtigste Lernübung für den Welpen, weil sie in seiner intensivsten Lernphase, der Prägephase zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche, geübt wird. Der Welpe hat schon bei seiner Mutter und mit seinen Wurfgeschwistern gelernt, dass es Unterschiede gibt: Stärkere, Schwächere, Frechere, Zurückhaltendere.

Und er hat gelernt, dass hund sich durchsetzen muss, um zu seinen existenz-sichernden Bedürfnissen zu kommen. Wird ihm das im neuen Heim alles wie von selbst gewährt, darf er alles tun und lassen, wie er will, wird er sich diese neue Bequemlichkeit sofort erobern und verteidigen.

Wäre doch blöd, wenn er es nicht täte. Er wird so ganz flott zum eigentlichen Rudelführer gemacht. Im Rudel selber bekäme er dafür sofort eins auf die “Schnauze”. Da gab es eine ganz klare Rangordnung. Das erkennen erfahrene Hundezüchter schon bei den Welpen in der Kinderstube. Hier zeigt es sich schon, wer sich durchsetzen wird, auch im späteren Hundeleben.

Im neuen Rudel muss die Hausordnung neu gelernt werden.

Was man tun darf, wo, und was nicht. Wer es nicht lernen darf, tut, was er will. Das wird bei kräftigen Hunden dann später schwierig zu kontrollieren, weil die Halter es versäumt haben, die Rangordnung herzustellen und immer wieder zu bestätigen.

Damit fängt man klein an. Am ersten Tag schon, wenn nicht dann, wann denn? Hunde, auch ganz junge, denken sehr konsequent. Sie nehmen sich, was sie kriegen können. Wir aber legen als neue Rudelführer die Regeln fest. Er wird sie jeden Tag überprüfen. Ob es nicht doch… Kleine Regeln erleichtern die künftige Rangordnung. Er braucht diese Sicherheit seines Rangs.

Zum Beispiel seine Futterschüssel.

Welpen haben immer Hunger, der Futtertrieb ist meist sehr gut ausgeprägt. Er wird also versuchen, seine Schüssel zu verteidigen. Eine gute Übung, um die Rangordnung zu testen. Sie und alle Familienmitglieder gewöhnen ihn daran, dass sie ab und zu an seine Schüssel fassen dürfen, sie wegnehmen und wieder hinstellen. Von Beginn an einfach als Gewohnheit einführen.

Das kann meist nach wenigen Tagen dann wieder unterbleiben, weil der Welpe es ohne Murren akzeptiert, dass man an seine Schüssel geht. Er hat erkannt, dass er letzten Endes nicht um sein Fressen betrogen wird. Sie müssen im Grunde nur so tun, als würden sie jederzeit Kontrolle über sein Tun ausüben.

Das reicht meist. Das darf aber nie zum Ärgern ausgenutzt werden oder als Spiel. Kinder dürfen dies nie mit dem Hund üben, ohne die Kontrolle der Eltern. Denn Kinder kennen darin keine Lehre, sondern eine Möglichkeit zur Unterdrückung. Das wäre fatal für die Beziehung zwischen Hund und Kinder. Die Verantwortung der Eltern ist hier gefragt. Sorglosigkeit fördert hier Probleme.     

Der Welpe muss nur lernen, dass er nicht knurren darf, wenn ihm Ranghöhere das Essen – in seinem Sinne – streitig machen. Der Spagat dieser Übung ist aber, ihm gleichzeitig das Vertrauen zu vermitteln, dass er nicht gestraft wird. Vor allem nicht, dass er ständig beim Fressen gestört wird. Das wäre ein Eigentor, weil der Welpe dann natürlich um sein Fressen kämpfen wird. zu recht.

Und er wird beim nächsten Fressen nervös und bekommt daher – wie wir bei Prüfungsterminen – eine nervöse Verdauung mit dünnflüssigen Folgen. Sie gewöhnen den Welpen mit diesem in aller Ruhe ausgeübten Training daran, dass Sie als Rudelführer jederzeit über ihn Kontrolle ausüben können. Wie im Raufspiel auch.

Er darf mal obenauf sein, sich als Sieger fühlen, ein Spielzeug sichern (wegtragen), dann muss er wieder verlieren lernen (unterliegen, das Spielzeug auslassen mit dem Hörzeichen “Aus!”). Dann wird er dafür gelobt. Wenn er spielend lernen darf, wie das ist, oben auf zu sein, wird er psychisch stark gemacht. Kontrolliert wird dies damit, dass zum Ende eines Spiels, dass immer der Rudelführer verkündet, der Rudelführer gewonnen hat. So wird die Rangfolge bestätigt.

Tierärztliche Erst-Versorgung

Wenn Sie Ihren Welpen vom Züchter abholen ist er geimpft und entwurmt und tadellos gesund. Es besteht kein Grund, ihn gleich zum nächsten Tierarzt zu schleppen (der das nur bestätigen wird). Wozu den Hund so einem Stress aussetzen?

Ein verantwortungsvoller Züchter gibt Ihnen einen Entwurmungsplan und ein Entwurmungsmittel für die nächste Entwurmung mit. Also ist der erste Gang zum Tierarzt erst zur Nachimpfung fällig und bis dahin hat sich der Welpe an Sie als Vertrauensperson gewöhnt.Ihr Tierarzt wird das weitere Vorgehen mit Ihnen über die fortlaufenden Impfungen besprechen.

Weitere Entwicklung

Nach dem Wechsel des Milchgebisses zum vollständigen endet die Welpenzeit. Dann wird der Welpe Junghund. Der Zahnwechsel setzt normalerweise mit dem vierten Monat ein und ist allgemein mit dem sechsten abgeschlossen. Hände und Wertgegenstände werden fortan nicht mehr gelocht. Die erste Läufigkeit setzt bei Hündinnen mit ca. 8 bis 12 Monaten ein, ein Rüde versucht ab derselben Zeit sein Beinchen zu heben. Damit hat die Geschlechtsreife eingesetzt.

Ab diesem Zeitpunkt haben wir es mit pupertierenden Rüpeln zu tun. Auch hier hilft nur Konsequenz und neue Lernübungen.

Das richtige Tragen und – wie lange

Welpen müssen getragen werden. Sie dürfen keine Treppen laufen und nicht ins und aus dem Auto springen. Denn dies beansprucht die Gelenke und Sehnen des Welpen zu sehr. Danach runter auf den Boden, wo normale Hunde hingehören. Dazu haben sie vier Beine. Es sind Lauftiere und keine, die man auch geistig auf den Arm nimmt. Vor allem dann nicht, wenn sie Schnauzenkontakt zur hundegerechten Begrüssung mit anderen Hunden haben wollen und müssen.

Gerade die ängstlichen Halter erziehen ihren Hund so zur eigenen Angst, zu Isolation (Höchststrafe für Rudeltiere) und zur unkontrollierten Angeberei (später: Angstbeisserei). Dieses Hochnehmen verführt andererseits fremde Hunde dazu, den Kontakt zu dem weggerissenen Hund erneut und intensiver zu suchen. Also Hände weg, wenn der Hund unter normalen Umständen unterwegs ist.

Wie soll er – wenn schon – getragen werden? Nicht von Kindern, die dieses Gewicht nicht locker beherrschen. Eine Hand unter die Vorderbrust – zwischen den Vorderläufen gespreizt. So hat man die Kontrolle über seinen Vorderbau und hält die Balance, wenn er vorn herumsucht. Das Hinterteil hält man mit der anderen Hand, man unterstützt quasi den Rest von unten.

Andere typische Welpen-Eigenschaften

Das Nagen aller erreichbarer und schier unmöglich erreichbarer Gegenstände. Der Welpe hat bis zum allseits ersehnten Wechsel der spitzen Milchbeisser zum richtigen Gebiss einen unstillbaren Nagetrieb. Es treibt ihn im Kiefer, es juckt und – lebt eben.

Das will abreagiert und beschäftigt werden. Geben Sie dem Welpen Ersatzobjekte statt teurer Kleidung oder Schuhe oder Möbelstücke oder Zeitungen oder Kloschüsselbürsten oder …

Kausteifen, kleinere Büffelhautknochen – angepasst an die Maulweite, und andere ausrangierte Gegenstände wird er vielleicht als Ersatz akzeptieren.

Jeder Hund ist anders, auch innerhalb einer Rasse. Lernen Sie Ihren Hund kennen und Sie werden bald merken, ob er einen ausgeprägten Spieltrieb, oder Futtertrieb hat. Gehen Sie auf ihn ein und fördern ihn, da wo ihm was fehlt und dämpfen Sie übersteigerte Triebe.

Vor allem sollte der Beutetrieb nicht gefördert werden! Auch nicht bei unseren sanften PONs! Also keine Spiele aufbauen, wo an Lappen oder Spielzeug gezerrt und geschüttelt wird! Bitte nehmen Sie diese Empfehlung ernst. Leider kommt es immer wieder zu Unfällen mit Hunden, die sich in ihren Beutetrieb reinsteigern und ungewollt unterstützt durch die Halter sich in der falschen “Beute” vergreifen.

Der Hund darf selbst mit seinem Spielzeug “Beute” spielen, es verschütteln und unterwerfen. Wir als Menschen beteiligen uns aber an diesen Spielen nicht und vor allem nicht unsere Kinder, die im Ernstfall mit so einer Situation nicht umgehen können.      

Erleben in der Umwelt

Hunde riechen ca. 60fach besser als Menschen. Und diese Gerüche sind Informationen, gerade für unerfahrene Hunde. Wer war da und hat wann was gefressen und – später – welches Geschlecht hat der Hund? Ein junger Hund will alles wissen, so intensiv, dass er sich auch mal verschnüffelt, er “inhaliert” förmlich alle diese interessanten Düfte.

Ziehen Sie ihn nicht weg, auch das ist “Bildung” für den Hund Halten Sie sich mit Vermenschlichung zurück und schimpfen den Hund nicht, weil er anders ist. Auch wir wollen beim Zeitungslesen nicht gestört werden.

Die Entwicklungsstufen
Hunde wachsen sehr unterschiedlich, nicht kontinuierlich an allen Körperteilen

1. Die Geburt, der Biotonus (Überlebenswille) im Wurflager, die Primärprägung durch die Mutter und schon durch den Züchter und Umgebung, bis zum Abgabealter, nach dem Absetzen der Mutter.

2. Die Zeit der Grundimmunisierung und die zweite Präge- beziehungsweise Lernstufe (zwischen der siebten und 20igsten Lebenswoche) mit sehr starkem Wachstum.

3. Der Zahnwechsel und damit das Ende der Welpenzeit, gleichzeitig starke Lernphase und Übergang zur Geschlechtsreife, nach dem Zahnwechsel nochmals Wachstumsschub.

4. Die Geschlechtsreife (Pubertät) und der “letzte Schliff” der Rangordnung, die höheren Weihen der Ausbildung können an die abgeschlossene Grundausbildung schliessen. Er wächst nur noch wenig, setzt aber mehr Muskeln an. Aus einem unförmigen Etwas wird nun ein stattlicher Hund. Ein Lauftier, ein bewegungsfreudiger Beutegreifer. Vergessen Sie das bitte nie!

Wichtiges zum Schluß
Nicht vergessen, den Welpen in einer Welpenschule anzumelden! Denn für die weitere Sozialentwicklung ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der Welpe Kontakt mit allen Spiel(rauf)arten zu seinen Artgenossen erhält.

Damit er gleich Rangordnungen und Sozialverhalten spielerisch kennenlernt. Leider ist nicht jede Welpenschule gleich gut. Überforderungen, Leistungsdruck und Unterordnungsdressur sind für alle Hunde unverständlich. Also von den Haltern abzulehnen.

Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Denn der Welpe braucht vor allem Hundekontakt und Rangordnungsspiele. Dabei kann er auch an fremde Gegenstände; Geräusche und Menschen gewöhnt werden.

Basis für seine spätere Entwicklung.Helfen Sie Ihrem Hund und erziehen Sie ihn zu einem anständigen Familienmitglied. Er kann aber nur das lernen, was Sie ihm beibringen!