Jeder Züchter steht im Verlauf der Jahre immer wieder vor der Frage: “Welchem Bewerber um meine Welpen gebe ich einen meiner sorgsam umhüteten und gezüchteten Welpen?”
Und jeder angehende Käufer steht vor der Frage: “Bei welchem Züchter kaufe ich nun meinen Wunschhund?” Auf beiden Seiten ist Vertrauen und Aufrichtigkeit die Grundvoraussetzung für den Kauf bzw. Verkauf des Welpen.
So wie der Züchter sich auf die Aussagen und Versprechungen des Käufers verlassen muß (ohne sie nachprüfen zu können oder gar eine Garantie dafür zu bekommen), so muß sich auch ein Käufer auf die Aussagen und Sachkenntnis des Züchters verlassen können.
Leider habe ich in den letzten Jahren beobachten müssen, daß sich dieses Gleichgewicht zu Gunsten der Käufer verschoben hat. Leider mußte ich feststellen, daß ein Käufer heutzutage sehr viele Erwartungen hat und die berechtigten Erwartungen eines Züchters nach artgerechter Haltung seiner Welpen nicht im gleichen Maße erfüllen will.
Darüber habe ich mir viele Gedanken gemacht und mich gefragt, was wohl die Ursache dafür sein könnte. Ich kam zu folgenden Schlüssen:
· Der Hund wird als Sache betrachtet und nicht als soziales Lebewesen
· Trotz gut gemeinter Aufklärung in Hundefachzeitschriften und Büchern, verwirren zu viele Berichte über “Hundeanschaffung” die Welpeninteressenten mehr, als daß sie zur Klärung beitragen. Man sieht vor lauter Bäumen (Berichten) den Wald nicht mehr.
· In unserer Konsumgesellschaft wird mehr auf Prestige/ Aussehen geachtet als auf Qualität, d.h., nur das Tollste, Schönste, Spektakulärste ist das Beste. Hier nähern wir uns, was die Rassehundezucht anbelangt, amerikanischen Verhältnissen.
· Ein Hundezüchter hat nach wie vor ein schlechtes Image, vergleichbar dem eines Gebrauchtwagenhändlers. Seriöse Züchter müssen ihre Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen, ein Käufer aber nicht?
Nicht jeder Hundezüchter ist ein potentieller Betrüger.
Es gibt, wie in allen Sparten und Bereichen, gute und weniger gute und es gibt die schwarzen Schafe. Ich kann daher nur allen Welpenkäufern raten: “Besuchen Sie einen Züchter oder besser auch mehrere. Besuchen Sie ihn, wenn er keine Welpen hat und schauen Sie sich die erwachsenen Hunde an.
So wie diese wird nämlich Ihr Hund aussehen, wenn er ausgewachsen ist. Dann müssen Sie auch nicht das Gefühl haben, daß Sie zu einem Spontankauf überredet werden. Bleiben Sie mit dem Züchter Ihres Vertrauens in Kontakt und warten auf dessen nächsten Wurf. Somit haben Sie Zeit, sich auf Ihr zukünftiges Familienmitglied vorzubereiten.
Wer 12 bis 15 Jahre mit einem Hund zusammenleben will, sollte es auf ein paar Wochen oder Monate Wartezeit nicht ankommen lassen. Hunde sind keine Sache, sie sind soziale Lebewesen, die an ihrer Umwelt lernen und wachsen. Für dieses Lebewesen muß man bereit sein Verantwortung zu tragen, in guten und in schlechten Tagen.
Ein Züchter kann nur den Grundstein dafür legen, mehr ist in neun Wochen Aufzucht und Prägung nicht möglich.
Was aus einem Hund später mal wird, wie aufgeschlossen und freundlich er auf Menschen und Artgenossen zugeht, das lernt er in der Familie, in die er aufgenommen wird.
Und eines noch zum Schluß: Machen Sie Ihren Hundekauf nicht zu sehr vom Aussehen eines Welpen abhängig! Zum einen ändert sich das Aussehen eines jungen Hundes von Monat zu Monat und zum Schluß gleicht er nicht mehr im geringsten dem Wonneproppen in der Wurfkiste.
Zweitens ist schön, was man mit dem Herzen sieht und hat man den Hund erst mal ins Herz geschlossen, interessieren einem seine Farben nicht mehr, geschweige diejenigen seiner Wurfgeschwister.
Machen Sie sich also nicht die Wahl zur Qual! Vertrauen Sie Ihrem Züchter und hören Sie auf seine Empfehlung. Ein guter Züchter versucht es Ihnen und seinen Hunden recht zu machen, damit das gemeinsame Zusammenleben für beide zur Freude und zum Vorteil wird.
1. Homöopathie und Tiermedizin
2. Zucht und Homöopathie
Seit Jahren erfährt die Homöopathie eine Art Renaissance und wird mit Erfolg zur Behandlung kranker Tiere verwendet. Vielen Tierbesitzern und auch Züchtern ist diese wundervolle Heilmethode jedoch eher eine wundersame, deren Inhalt nicht bekannt ist und oft nicht verstanden wird.
Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Artikel über die Homöopathie den Tierbesitzern einen kleinen Einblick ermöglichen:
Grundlagen der homöopathischen Behandlung
Homöopathie ist eine arzneiliche Heilmethode. Ihr haftet weder Obskures, noch Weltanschauliches an. Der Unterschied zu den anderen arzneilichen Heilmethoden – besonders zur Schulmedizin – besteht darin, daß sie ihre Arzneien nach einer bestimmten Regel, der sogenannten Ähnlichkeitsregel, anwendet.
Diese lautet: Similia similibus curentur. Das heißt frei übersetzt: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt, oder Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden.
Die Theorie der Homöopathie geht auf den Arzt SAMUEL HAHNEMANN (1755-1843) zurück. Er war der Begründer der Homöopathie, ein kritischer Geist und fähiger Wissenschaftler und seiner Zeit und Kultur weit voraus. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit befaßte er sich mit Pharmakologie und betätigte sich als Übersetzer medizinischer Schriften. Im Jahr 1796 trat er erstmals mit seiner Methode an die Öffentlichkeit.
Die erste Arzneimittelprüfung an einem Gesunden veröffentlichte er im Jahr 1805. Sein später erschienenes Werk Organon der Heilkunde ist von den Ärzten seiner Zeit fast wie eine Bibelschrift verehrt worden und hat bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren.
Man bedenke, was für ein genialer Mensch diese Heilkunst entdeckt hat! Seine Zeit kannte ja noch nicht einmal die Fiebermessung, geschweige denn mikrobiologische Zusammenhänge! Heroische Kuren, Aderlässe und stark wirkende Gifte und Arzneimittel waren die damaligen Behandlungsmethoden und oft war der Schaden größer als der Nutzen. Bevor Hahnemann mit homöopathischen Arzneimitteln den Krankheiten entgegentrat, war er soweit, seinen Beruf als Arzt aufzugeben und nur noch als Übersetzer zu arbeiten.
Zu groß war sein Frust und seine Hilflosigkeit angesichts der nur mangelhaften Behandlungsmöglichkeiten seiner Patienten. Er erklärte später seinen Schülern: „ Durch Beobachtung, Nachdenken und Erfahrung fand ich, daß im Gegenteil von der alten Allopathie die wahre, richtige, beste Heilweise zu finden sei in dem Satze: Wähle, um sanft, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als es heilen soll.“
Das ist die Urform der Simileregel.
Die Homöopathie läßt ein Höchstmaß an Individualisierung zu. Sie fördert wie keine andere Therapie die Selbstheilungsbestrebungen und die Behandlung von Befindenstörungen. Für die Homöopathie gilt ein anderes Krankheitsverständnis, wie in der Allopathie.
So leidet ein Patient nicht an einer Bronchitis, sondern an einer Störung seines Allgemeinbefindens, welche mit Fieber, Schwäche, unterschiedlichen Hustenformen und Sekreten einhergeht, ausgelöst durch kalten Wind, Durchnässung und vielen anderen Symptomen, die ein Krankheitsbild begleiten.
Neben der Dauer der Erkrankung müssen die auslösenden Ursachen, die lokalen und/oder die generalisierten Symptome berücksichtigt werden, dazu die Modalitäten wie Besserung bzw. Verschlechterung der Symptome und die psychischen Elemente, die allerdings in der Tiermedizin sehr schwer zu beurteilen sind.
So entsteht ein Gesamtmuster, eine Ganzheit, welche die Störung für den betreffenden Patienten oder auch des Tieres beschreibt. (Bei den Tieren hat das natürlich seine Grenzen, deshalb wird auch in der Tiermedizin weniger eine konstitutionelle Behandlung sondern mehr eine symptomatische vorgenommen. Eine „klassische“ homöopathische Behandlung eines Tierpatienten halte ich in der Praxis meist nicht für möglich, dafür bekommen wir zu wenig Informationen über das „Befinden“ eines Tieres.)
Die homöopathische Therapie besteht nun darin, die Summe der individuellen Symptome dieses Patienten (oder Tieres) mit einem ähnlichen Muster in Deckung zu bringen, das für das homöopathische Heilmittel identisch ist.
Das wichtigste bei der homöopathischen Behandlung für den Therapeut ist, sich viel Zeit zu nehmen und viele kleine, auch scheinbar unwichtige Details zu einem Bild zusammenzufassen, dem Arzneimittelbild.
Grundsätze der Homöopathie sind das Ähnlichkeitsprinzip, die Prüfung am Gesunden und die Dosierungsfrage.
Das Ähnlichkeitsprinzip ist wie gesagt, eine der Besonderheiten der Homöopathie. Im Grunde sind immer zwei Sachverhalte zu vergleichen, nämlich die Gesamtheit der Zeichen und Symptome einer Krankheit mit den Arzneimittelbildern, die für ein Heilmittel stehen. Die weitestgehende Ähnlichkeit bestimmt dann die Arznei, das Simile.
Ein beliebtes Beispiel hierzu: Das homöopathische Mittel „Apis mellifica“ =Honigbiene
Was löst ein Bienenstich i.d.R. beim gesunden Menschen für Reaktionen aus?
Schwellung, Rötung, Juckreiz, Schmerz, Temperaturanstieg, Allergie bis zum Schock
Wann wird Apis mellifica in der Heilkunde eingesetzt?
Bei entzündlichen Schwellungen von Haut und Schleimhäuten, Nesselfieber, Ödeme, Allergien mit Schwellungen, Entzündungen mit Wasseransammlungen, (Bauchwassersucht, Rippfellentzündungen, Eierstock- und Gebärmutterleiden).
Wirkt entgiftend, ausscheidungsfördernd und entzündungshemmend, schmerzstillend, kühlend.
Die Arzneimittelprüfung am Gesunden ist eine weitere Säule der Homöopathie. Hahnemann`s Idee war, daß jedes Arzneimittel im Organismus ein spezifisches Leiden – eine Kunstkrankheit – bewirkt, die dann eine bestehende ähnliche Krankheit zu heilen vermag.
Durch Prüfung der einzelnen arzneifähigen Stoffe begann er einen Arzneistamm aufzubauen. Verwendet werden übrigens Stoffe aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich.
Auch einige selbst aufbereitete Stoffe finden Verwendung (Hepar sulf., Causticum, Calcium carbonicum Hahnemannii u.a.)
Die Arzneiprüfung selbst wird mit gesunden Probanden durchgeführt. Es gibt keine Tierversuche.
Die Dosierungslehre ist die Seite der Homöopathie, die am meisten belächelt und in Frage gestellt wurde. Sie ist auch der Ansatz der Kritik von seiten der naturwissenschaftlich geschulten Menschen. Aber, gerade unser Jahrhundert hat mit Dosierungen von 10 hoch 12 bis 10 hoch 16 neue Erkenntnisse von biochemischen Wirkungen durch Enzyme und Transmitter gebracht, die in oder erst in diesen kleinsten Einheiten ihre Wirksamkeit entfalten.
Auch in der Immunologie sind Verdünnungen durchaus diskussionsfähig. In der Arzneimittellehre der Homöoapthie nennt man diese Verdünnungen Hochpotenzen, deren Wirkung jedem erfahrenen Homöopathen geläufig und nicht diskutabel ist, obwohl die naturwissenschaftliche Erklärung der Wirkung noch aussteht.
Es gibt von seiten der „Neuen Homöopathie“ Erklärungsversuche mit Hilfe der Kybernetik und der Quantenphysik, die sehr interessant sind und der Enthüllung des Geheimnisses der Wirkungsweise der Homöopathie am nächsten kommen.
Mit Hilfe der Bioresonanztechniken (Mora-Therapie, Elektroakupunktur, Kinesiologie) sind heute moderne Homöopathen in der Lage, in wenigen Minuten das richtige Mittel und die optimale Dosis auszutesten. Durch die saubere Testung ist es den Therapeuten auch möglich geworden, verstärkt Hochpotenzen einzusetzen , die wie man weiß, stärker wirken und vor allem alte, chronische Erkrankungen wieder aus ihrem blockierten Zustand in einen behandlungsfähigen Zustand bringen können.
Ein weiterer Einsatz für Mittel im Hochpotenzbereich sind psychische Verstimmungen und Verhaltensstörungen. Aber wichtig ist bei einer Behandlung, das genau ausgewertet wird, damit es nicht zu unerwünschten Nebeneffekten kommt.
Weiter ist es nunmehr möglich geworden mit Hilfe der Hochpotenztherapie auch den Umwelterkrankungen (Schwermetall;-Blei- und Pestizidsyndrom) beizukommen, unter denen auch unsere Haustiere immer mehr zu leiden haben. Nach demselben Verfahren, das aus biologischem und tierischem Material homöopathische Heilmittel erstellt, werden heute Mittel wie Dioxin, Plutonium, Pestizide, Herbizide und Metallverbindungen als homöopathisches Simile in der Behandlung eingesetzt. Keine andere Therapieform macht das möglich und dies ist vielleicht eine Erklärung für die Renaissance der Homöopathie.
Man hat erkannt, daß nicht die Materie wirkt, sondern die Energie und diese kann nur wirksam werden wo eine energetische Lücke vorhanden ist. Die Homöopathie ist wie ein Zugangscode, wie eine Chipkarte, eine neue Software zum Biosystem, um moderne Vergleiche zu finden. Diese neuen Programme sind in der Lage, alte Computerviren zu erkennen und zu eleminieren und den angerichteten Schaden an der Software zu reparieren. Je komplexer das Programm, desto besser die Wirkung.
Die Frage der Dosierung sollte man aber als Einsteiger nicht dogmatisch sehen. Die Potenzierung und Verdünnung eines Arzneimittels entscheidet nicht über die Wirksamkeit an sich, sondern eher über die Effektivität der Wirksamkeit eines Mittels. Wichtig ist zunächst immer die Ähnlichkeit, das Arzneimittelbild. Ob das Mittel nun in der D3, D6 oder in der C 30 verabreicht wird, ist nicht so sehr entscheidend. HAHNEMANN hat seine Dosierungslehre erst im Jahr 1826, also 30 Jahre nach seiner Homöopathie, veröffentlicht.
Natürlich wurden von Anfang an stark wirkende Mittel und Gifte soweit verdünnt, daß sie ohne Gefahr für den Patienten gegeben werden konnten. Nach und nach fand man, daß es keines allzu großen Anteils an Arzneisubstanz bedarf, um Wirkungen zu erzielen. Es muß ja nur ein Reiz, eine Information, gesetzt werden. So kam man auf die Potenzierung der Mittel.
Eine Ursubstanz des Heilmittels wird entweder verschüttelt mit 9 Teilen Alkohol oder Wasser-Alkoholgemisch, wobei die D1 (der erste Dezimalpotenzschritt) erreicht ist. Eine Mischung 1:100 wird den Centesimalpotenzen, ab C1 aufwärts, eine Verdünnung von 1:500 entspricht dann den LM-Potenzen.
Niedere oder auch Tiefpotenzen (D1- D6) werden bei akuten organischen Störungen und Verletzungen verabreicht, sowie bei frischen lokalen Läsionen. Man gibt sie oft und in größeren Dosen (4-5-6 x täglich., sogar halbstündig oder stündlich).
Mittlere Potenzen (D12 – D30) bei mehr funktionellen Störungen und bei schon länger dauernden Krankheiten. Die Gaben sind seltener, die Dosis kleiner (1-3 x täglich, 1 x wöchtenlich).
Hochpotenzen ( D30, D200, LM 6, LM 18, C1000) dann, wenn psychosomatische Symptome vorherrschen und bei chronischen Leiden. Hochpotenzen auch dann, wenn das Konstitutionsmittel gefunden wurde oder das Simillimum.
Man gibt die Gaben selten und in kleinen Dosen (1 x täglich, 1 x wöchentlich, 1 x monatlich) In manchen Fällen reicht nur eine Gabe einer Hochpotenz! Aber nochmals: Bis auf wenige Ausnahmen kommt es nicht auf die Potenz des Mittels an. Mit jeder Potenz, niedrig oder hoch kann geheilt werden.
Ausnahme ist, wenn die Wirkung eines Mittel mit der Änderung der Potenz sich ändert:
Phytolacca vermag in der D1 den Milchfluß reduzieren, Phytolacca D1 ist ein Abstillmittel, in der D4 eine entzündete Milchdrüse heilen und ab der D 8 die Milchproduktion anregen! Aber nur wenige Einzelmittel haben so verschiedene Bedeutungen.
Die Darreichung erfolgt entweder in Tropfen, Tabletten oder Globuli. Bei den Tieren bewährt sich fast nur Tabletten oder Globuli. Manche Arzneimittel gibt es nur als Flüssigampullen. Das es nicht jedem Tierbesitzer möglich ist, seinem Tier eine Spritze zu verabreichen, können in Ausnahmefällen diese Ampullen auch als Trinkampullen benützt werden.
Weitere Besonderheiten in der Homöopathie:
Alle Heilmittel kommen aus dem Tier- bzw. Pflanzen- und Mineralreich. Die „neue Homöopathie“ benutzt auch Simile aus Umweltgiften wie z.B.: Pestizide, Herbizide, Bleiverbindungen, Strahlengifte (Plutonium, Cadmium, Strontium), eine einzigartige Methode, Gleiches mit Gleichem zu heilen.
Nosoden: Nach einer homöopathischen Verfahrenstechnik hergestellte Zubereitungen aus pathologisch veränderten Organen, aus abgetöteten Kulturen von Mikroorganismen, aus Körperflüssigkeiten, die Krankheitserreger enthalten (die aber nicht mehr infektiös sind).
Alle Nosoden können als spezifisches Heilmittel eingesetzt werden, sowohl in der Vorsorge zur Immunstimulanz und in der Nachsorge nach einer überstandenen Krankheit z.B. nach Parvo- oder Staupeerkrankung zur Ausleitung von Resttoxinen. Nosoden stellen in der Therapie oft das fehlende Glied einer Reaktionskette dar, ja oft ist eine Heilung nur dauerhaft mit einer Endbehandlung mit einem Nosodenpräparat.
2. Vorbeugende Maßnahmen während der Trächtigkeit Einsatz der „Eugenischen Kur„
Die Homöopathie zeigt auch in der Zucht neue Möglichkeiten auf. Als Vorsorgemaßnahme zur Verhütung von Erbkrankheiten und zur Verbesserung der Konstitution, kann man bei trächtigen Hündinnen eine „eugenische Kur“ zum Einsatz bringen.
Was versteht man darunter?
Jedes Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – hat von seinen Vorfahren auf „bio-energetische Weise“ alle Krankheitsinformationen gespeichert, an denen diese Vorfahren erkrankt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es zu körperlichen Symptomen gekommen ist oder nicht. Man spricht hier von einer Disposition, d.h. das Lebewesen ist „disponiert“, eine bestimmte Erkrankung zu bekommen.
Kommen nun bestimmte Lebensumstände, Umwelteinflüsse und vor allem bei unseren Hunden eine nicht artgerechte Lebensweise zum tragen, kann es sein, daß plötzlich Krankheiten zu Tage treten, die wir uns nicht erklären können.
Die homöopathische Vorsorge soll verhindern, daß diese schlummernden Krankheitsherde in der Generationenkette weitergetragen werden (fast kann man von einer Evolution der Krankheiten über die Erblinien sprechen.)
Wie geht man vor?
Nach einer sorgsamen Auswertung der Ahnenreihe, sowohl der Mutter- als auch der Vaterlinie, wird der Hündin während der Trächtigkeit eine Kur mit homöopathischen Einzelmitteln (entsprechende „Simile“) verabreicht und zwar in Hochpotenzen, die nur noch der reinen Informationsübertragung dienen und sehr wirksam sind.
Übrigens wird diese Maßnahme schon seit den 70er Jahren bei schwangeren Frauen vorgenommen, ebenfalls die homöopathische Rachitis-Prophylaxe, also lange bevor die Tiermedizin darauf aufmerksam wurde.
Auch Schwächen in der Anatomie (Gelenke, Organe, Haut, Zähne) werden von Generation zu Generation weitergereicht. Das muß nicht bedeuten, daß die folgenden Generationen an denselben Krankheiten erkranken oder dieselben Mängel oder Schwächen zeigen, aber eines ist sicher, alle Nachfahren tragen diese Mängel oder Krankheiten in sich, ob sie nun zum Ausbruch kommen oder nicht.
In der Lehre der Homöopathie nennt man diese Vorbelastung durch Vorfahren „Miasmen„ oder auch „Psoralehre Hahnemanns„. Diese Lehre gründet ganz einfach auf der Annahme, daß jedes Lebewesen vorbelastet durch die Krankheitskontakte seiner Vorfahren in früheren Zeiten ist.
Man unterscheidet folgende Hauptgruppen von Miasmen:
· Psorisches Miasma, zu dieser Gruppe gehören z.B. Hauterkrankungen
· Luetisches Miasma, zu dieser Gruppe gehören z.B. alle Erkrankungen der Knochen, Herzerkrankungen, ZNS, innere Organe, Zerfallserkrankungen
· Tuberkulinum, Vorbelastung durch chronische Infektanfälligkeit, erbliche Belastungen mit
Atemwegserkrankungen
· Sykotisches Miasma, Vorbelastung durch chronische Entzündungen der Genitale, Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen
Zum Therapieeinsatz kommen nur wenige Einzelmittel, vor allem Nosoden, die ähnlich wie bei der Impftherapie den Organismus „immun„ gegen die Krankheitserreger machen sollen und somit verhindert können, daß bei Krankheitskontakt mit den entsprechenden Erregern und der Vorfahrenbelastung des Organismus eine Krankheit entstehen kann.
Wie gehen wir in der Hundezucht vor?
Wird eine Verpaarung geplant, nimmt man sich die Ahnenreihe, sowohl der Hündin, als auch des Rüden zur Hand und schaut sich die Vorfahren auf Krankheiten oder genetische Defekte oder andere Schwächen durch. Alles ist wichtig, besonders natürlich die groben Defekte und Erkrankungen.
Dann wird eine individuelle Kur homöopathischer Einzelmittel und Nosoden zusammengestellt, die nach dem Prinzip der Homöopathie –Gleiches mit Gleichem zu heilen- der Hündin während der Trächtigkeit verabreicht wird.
Diese Möglichkeit bietet nur die Homöopathie und wenn auch die Anwendung manchem zu unwissenschaftlich und zu unerforscht erscheint, der möge bedenken: Die Homöopathie ist eine Erfahrungsheilkunde und wir haben die Erfahrung gemacht, daß die Vitalität der Welpen durch diese Vorsorge gesteigert wird.
(Quellenhinweis: Dr.med. Erwin Schlüren, Homöopathie in Frauenheilkunde und Geburthilfe, hier:
Vorbeugende Maßnahmen während der Schwangerschaft)
Seit vielen Jahren befasse ich mich mit Hundezucht, Aufzucht- und Verkauf von Welpen und habe in dieser Zeit viele aufklärende Gespräche mit Kaufínteressierten geführt.
Immer wieder stehe ich fassungslos vor der Tatsache, daß noch heute die Meinung vorherrscht: “Mit einem Rassehund kaufe ich einen guten und gesunden Hund”!
Nein, das ist leider nicht so, mit einem Rassehund kauft man einen zwar “rassetypischen” Hund, d.h. einen Hund, der jene äußeren und inneren Merkmale seiner Rasse gemäß einem Rassestandard vorweist, aber ob er diese genetischen Veranlagungen auch ausbildet und zum Vorschein bringt, dafür ist ganz entscheidend der Züchter verantwortlich.
Jeder Welpe ist seiner Wesensveranlagung nach ein Produkt von Vererbung und Umwelteinflüssen. Die Bedingungen unter denen ein Hundewelpe die ersten Wochen seines Lebens verbringt, stellen die Weichen für sein weiteres Leben. Und hier kann man sehr wohl von irreversiblen Schäden sprechen, wenn die Frühprägungsphasen nicht sorgfältig in die richtigen Bahnen gelenkt wurden.
Seriöse Züchter züchten nicht ins Blaue hinein, sie sind keine Hundevermehrer, bei denen es nur auf Quantität, nicht auf Qualität ankommt. Sie suchen ihre Zuchthunde mit großer Sorgfalt aus, vergleichen Blutlinien und scheuen selbst vor weiten Reisen nicht zurück, um für ihre Hundedame den passenden Partner zu finden.
Für den zukünftigen Hundenachwuchs wird ein Optimum an Sorgfalt aufgewendet, um sicherzustellen, daß bei der Verpaarung erstklassige Anlagen vorhanden sind. Erst danach, in der Zuchtstätte, verwandeln sich jedoch diese Veranlagungen der Welpen in die Verhaltensmerkmale, die man sich von dieser Rasse wünscht.
Bei einem seriösen Züchter gibt es keine Massenzucht und keine Zucht ohne Rücksicht auf Verluste. Zucht bedeutet einen hohen persönlichen Einsatz, das kann man nicht “mit links” machen. Wenn man Welpen aufzieht, ist das ein Ganztagsjob mit höchsten Anforderungen an Wissen, Einsatzfreude und Aufopferungsfähigkeit. Das kann nur ein Züchter gewährleisten, der seine eigenen Interessen für die Zeit der Welpenaufzucht zurückstellt und sich ausschließlich seinen vierbeinigen Gefährten widmet.
Vor diesem Hintergrund muß auch der Kaufpreis gesehen werden. Wer zehn, zwanzig oder sogar dreißig Zuchthündinnen hält und diese in einen Zwinger fern ab vom Haus und der Familie einsperrt, kann zum einzelnen Tier und dessen Welpen keinen Bezug mehr aufbauen.
Diese Welpen erhalten nicht die nötigen Sozialkontakte zu Mensch und Artgenossen und bleiben oft ein Leben lang scheu und unsicher. Zwingeranlagen sorgfältig zu reinigen und die Tiere medizinisch zu betreuen reicht nicht aus, um ein Hundezüchter zu sein. In meinen Augen ist das Nutztierzucht und keine züchterische Leistung, sondern eben Hundevermehrung.
Der Kaufpreis ist entsprechend niedrig, liegt meist deutlich unter dem rasseüblichen Welpenpreis. Ein “Schnäppchen” fast, verglichen mit seriösen Welpenvermittlern.
Einem Hundevermehrer ist es aber gleichgültig, welche charakterlichen Eigenschaften die Tiere haben, von denen er Nachwuchs züchtet. Sie können ängstlich oder hysterisch sein, sie können die verschiedensten Standardfehler haben, egal, Hauptsache es klappt mit den Jungen.
Rassehundekauf sollte jedoch Vertrauenssache sein, sowohl beim Käufer als auch beim Verkäufer eines Welpen. Man will ja schließlich viele Jahre glücklich mit seinem neuen Freund zusammenleben und nicht schon nach wenigen Tagen oder Wochen einen ebenso schmerzlichen wie teueren Mißgriff beklagen müssen.
Deswegen! Rassehund ist nicht gleich Rassehund!
Wer sich für einen Rassehund interessiert, sollte nicht die Mühe scheuen und eine Fahrt zu einem Züchter auf sich nehmen, auch wenn dieser nicht sofort einen Welpen zu verkaufen hat. Dann muß man eben bereit sein zu warten.
Einen Hund kauft man mit Herz und Verstand und mit viel Geduld!
Wenn man ein Tier in die Familie aufnimmt, wird es oft nicht mehr als “nur ein Tier” betrachtet. Statt dessen wird es zu einer eigenständigen Persönlichkeit, das Tier bekommt einen -oft menschlichen- Namen, es wird zu Charly, Cimba oder Bobby,
Plötzlich ändert sich auch die eigene Einstellung zum Tier selbst. Es ist kein artfremdes Lebewesen mehr, sondern wird zum Freund, Begleiter und Lebens-Gefährte also zu einem einzigartigen Individuum. Aus dieser Gemeinschaft erwächst eine merkwürdige und wunderbare Art der Kommunikation.
Tiere, insbesondere Haustiere und vor allem unsere Hunde sind hochsensible Lebewesen, die sich bis zur Selbstaufgabe auf ihre menschlichen Begleiter einstellen können. Leider ist das nicht immer zum Wohle des Tieres selbst, bekommt es doch mit seinen feinen Antennen auch den psychischen “Hausmüll” seiner Zweibeiner mit.
Ich habe schon immer geglaubt, daß Tiere und Menschen eine telepathische Empfänglichkeit füreinander entwickeln können und habe diesen Glauben in meiner Praxis bestätigt bekommen. Oft ist die Auffälligkeit dieses Phänomens so groß, daß es einfach nicht mehr als “zufällig” abgetan werden kann.
In Laufe der Zeit bin ich dazu übergegangen, bei besonders hartnäckigen und chronischen Erkrankungen ein Gespräch mit den Besitzern zu führen und sie über ihren Umgang mit dem Tier, ihren täglichen Sorgen und über ihren eigenen Gesundheitszustand zu befragen. Es ergaben sich erstaunliche
Zusammenhänge. Aus diesen vielen Informationsquellen entwickelte sich eine Art Fragebogen:
- Ähnelt das gesundheitliche Problem meines Tieres einem, das ich selbst habe oder hatte? Derselbe Körperbereich, oft an der gleichen Seite – links oder rechts
- Habe ich mir jemals Sorgen gemacht, daß mein Tier genau das Problem bekommen könnte, daß es jetzt tatsächlich hat?
- Welche Ähnlichkeiten bestehen zwischen meinem Tier und mir? Warum habe ich gerade diese Rasse gewählt?
- Scheint mein Tier besonders erregt zu sein, wenn es emotionale Spannungen oder Konflikte im Haus gibt? Wie reagiert es auf Psycho-sozialen Stress?
- Welche Bilder, Sorgen oder Einstellungen gehen mir im Hinblick auf die Krankheit meines Tieres durch den Kopf? Welche “Botschaften” könnte ich ihm senden?
- Was war los, bevor das Tier die ersten Symptome zeigte? Hat sich der Haushalt vergrößert oder verkleinert, hat jemand angefangen zu arbeiten oder ist längere Zeit abwesend?
- Wird dem Tier vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt, positiv oder negativ, wenn es Krankheitssymptome zeigt?
- Wie wird mit dem kranken Tier umgegangen? Wird es ausgiebig gepflegt und die Erkrankung wird zum Mittelpunkt vieler Hilfeleistungen der gesamten Familie?
Die Antworten auf diese Fragen verhalfen oft zum besseren Verständnis des gesundheitlichen Problems. Bei unseren Tieren kommen nämlich die vielfältigsten “Botschaften” der vertrauten Personen an. Sie nehmen nicht so sehr das auf, was wir sagen, sondern vielmehr das, was wir im Inneren fühlen und uns vorstellen. Fast kann man von geistigen Bildern sprechen, die wir auf unsere Tiere projizieren.
Wenn Sie daran denken, daß zwischen dem Besitzer und seinem Tier tiefe emotionale Bindungen bestehen, können diese geistigen Bilder eine ungeheure Wirkung auf das Tier haben, eine Wirkung, die möglicherweise die vorher beschriebenen “merkwürdigen” Zufälle im Krankheitsverhalten von Mensch und Tier teilweise erklärt.
Wenn Sie noch nie daran gedacht haben, daß Tiere durch Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen ihrer Besitzer krank werden könnten, erscheint Ihnen diese Vorstellung wahrscheinlich ziemlich abwegig. Aber die Fälle in der Praxis sind oft zu augenfällig.
Hier ein paar Beispiele:
Unter starkem Juckreiz leidende Hunde haben in der Familie in der sie leben, oft ein Mitglied mit Neurodermitis oder Allergien. Ich habe aber auch Fälle erlebt, in denen sich die Besitzer Sorgen darüber gemacht haben, daß ihr Tier eine bestimmte Krankheit bekommen würde und alles mögliche unternahmen, das zu verhindern.
Weil z.B. der Vorgänger des Tieres an einer bestimmten Krankheit verstarb und man große Sorge hatte, das nochmals zu durchleben. Dann fragt man sich verzagt, warum man “wieder” ein Tier mit einer Nierenerkrankung hat.
Warum ist die Bindung zwischen Mensch und Tier so stark, daß sogar der körperliche oder emotionale Gesundheitszustand der menschlichen Gefährten reflektiert wird? Warum übernimmt ein Tier vorurteilslos die Informationen der Besitzer?
Betrachten wir es einfach mal aus dem Gesichtspunkt des Tieres. Stellen Sie sich einen Augenblick vor, sie wären Ihr Tier: “Hier bin ich, meine ganze Welt besteht aus dieser Familie und möglicherweise noch ein paar Kindern, Hunden und Katzen auf der Straße.
Diese Familie gibt mir all mein Futter und all meinen Schutz. Ich bin völlig von ihr abhängig. Sie überschütten mich mit Zuneigung und in der Regel mag ich das. Manchmal ignorieren sie mich und ich kenne den Grund dafür nicht. Aber das macht mich besorgt.
Was wäre, wenn ich sie alle zusammen verlieren würde? Ich bin auf ein Rudel angewiesen, denn es bedeutet für mich Schutz und sichere Ernährung.”
Unsere Haustiere empfinden also nicht anders, als jeder unselbständige Nachwuchs. Sie erkennen die Quellen ihrer Sicherheit, bleiben bei ihr, gehorchen, eifern nach und entwickeln eine feste Beziehung.
Lieber Hundefreund,
Lieber Züchter!
Als Tierheilpraktikerin und Züchterin betreue ich seit vielen Jahren die Rasse PON-Polski-Owczarek Nizinny, einen sehr seltenen polnischen Hütehund. Da ich immer sehr bemüht um den Bestand der Rasse war, bin ich immer tiefer in die Hintergründe der Hundezucht eingedrungen und habe mich mit Vererbungslehre, Genetik und vor allem mit Erkrankungen beschäftigt.
So nach und nach ist mir aufgefallen, daß es gar nicht so einfach ist mit einer kleinen Population über Generationen hinweg gesunde, robuste und vitale Hunde zu züchten.
Mein Ehrgeiz war erwacht und ich beschloß gemeinsam mit einer befreundeten PON-Züchterin ein neues “ganzheitliches Zuchtkonzept” zu entwerfen. Im Vordergrund unserer Bemühungen steht das natürliche Fortpflanzungsverhalten und Gebärvermögen unserer Hunde.
Wir vermeiden Inzucht um die Vitalität der Hunde zu sichern. Mit alternativen Heilverfahren wie Homöopathie, Kinesiologie, Blüten- und Farbtherapie begleiten wir unsere Hunde durch das Zuchtgeschehen und mobilisieren deren Selbstheilungskräfte und stärken ihr Zuchtpotential.
Das Züchten von Rassehunden bedeutet heutzutage eine große Verantwortung. Die Zeiten der Hinterhofzuchtstätten und Hundevermehrer sind hoffentlich endgültig vorbei.
Der aufgeklärte Welpenkäufer erwartet vom Züchter kynologisches Fachwissen und kompetente Auskünfte. Und das zurecht! Vor allem erwartet der Käufer einen erbgesunden Hund, hier steht ein seriöser Hundezüchter in seiner Pflicht.
Der erste Schritt zur Zucht eines gesunden Rassehundes ist die Auswahl geeigneter Zuchttiere. Dabei sollte jedoch weniger auf das äußere Erscheinungsbild geachtet werden, sondern auf die gesundheitliche Verfassung der Tiere.
Definiert man heute in Rassehund-Kreisen den “Zuchtwert” einer Hündin oder eines Deckrüden, so geht man in der Regel von einem “Formwert” dieses Hundes aus. Im Vordergrund des Interesses steht hierbei fast immer das äußere Erscheinungsbild des Hundes, seine Leistung im Wettbewerb, sein Exterieur (das stark abhängig ist von der Haltung, die dieser erfährt), auch die Bedingungen unter denen ein Hund aufwächst, formt dessen “Phänotyp”.
Was man nur in Ausnahmefällen beurteilen kann, ist der Erbwert eines solchen Hundes. Darunter versteht man die Konstitution eines jeden Individuums.
Die potentielle Abwehrkraft gegenüber Krankheiten, die Widerstandskraft gegen Umwelteinflüssen und schließlich die natürliche Fähigkeit LEBEN fortzupflanzen, Nachkommen auszutragen und ohne Schwierigkeiten gesund auf die Welt zu bringen und aufzuziehen.
Gemeint ist hier der “Genotypus” eines Lebewesens, den kein Zuchtrichter und sei sein Auge noch so streng, beurteilen kann. Hier muß der Züchter in Eigenverantwortlichkeit handeln, indem er seine im Zuchteinsatz befindlichen Hunde auf erblich bedingte Schwächen im Bereich Fortpflanzung kritisch, zum Wohle der Rasse, betrachtet.
Zeigt ein Tier in diesem lebenserhaltenden, biologischen Instinktverhalten Ausfälle, würde es unter natürlichen Bedingungen nicht zur Fortpflanzung kommen, die Gattung würde dadurch vor Erbdefekten geschützt.
Bei den von uns Menschen sorgsam umhüteten Tieren lassen sich leider Fortpflanzungsdefekte durch menschliche Einwirkung und Techniken ausgleichen. Es gibt kaum ein Problem, daß man nicht durch künstliche Aufzuchtbedingungen in den Griff bekommen kann.
Wer also glaubt, es genüge, eine gute Hündin mit den besten Bewertungen mit einem ebensolchen Rüden zu verpaaren und alles gehe in Ordnung, der irrt. Leider zeigt die züchterische Praxis, gerade in den letzten Jahren, daß vermehrt konstitutionelle Schwächen auftreten.
Fruchtbarkeitsstörungen nach dem vollzogenen Deckakt, Paarungsunwilligkeit und Geburtsschwierigkeiten sind heute leider keine Seltenheit mehr und bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Was anfangs noch als relativ leichte Geburtsschwierigkeit eingestuft werden kann, steigert sich fast zwangsläufig von Generation zu Generation. Kommt es zu genetisch bedingten Verlusten, betrifft das alle weiteren Nachkommen.
Aus diesem Grund haben wir bei unseren PONs das natürliche Fortpflanzungsgeschehen in den Vordergrund gerückt und sehen es als eines der wichtigsten Selektionsmerkmale an.
In erster Linie liegt uns allen das Wohlergehen unserer Hunde am Herzen. Unsere Rassehunde sollen noch vielen Hundefreunden Vergnügen bereiten.
Uns Züchter obliegt die Verantwortung für die nächsten Generationen von Hundekindern. Hundefreunde, Züchter wie Halter, sollten sich beim Thema Erbkrankheiten und Genverarmung durch zu enge Linienzucht nicht angegriffen fühlen, sondern sich kritisch den Diskussionen stellen und aktiv werden, um den Rassehund gesund zu erhalten.
Das Team des Instituts für ganzheitliche Hundezucht hat sich diese Aufgabe zum Ziel gesetzt.