Ich bin mit Hunden aufgewachsen und da liegt es nahe, dass die Liebe zu Tieren auch in meinem Leben einen festen Platz ein nimmt. Meine Mutter hat Pudel gezüchtet und mir gefielen am besten die ungeschorenen und naturbelassenen. Als die Bedingungen für einen eigenen Hund gut waren, besuchte ich mehrere Ausstellungen im Berliner Umland und hatte das Glück, Gertrud Gartenschläger kennen zulernen. Diese Frau begann 1969 mit der Rasse PON in Deutschland, der ehemaligen DDR. Der „PON-Garten“ war weltweit bekannt. Das Wesen und viele Eigenschaften vom PON überzeugten mich, dass es unbedingt ein PON für meine Kinder und mich sein sollte. Damals hatte ich aber schon recht genaue Vorstellungen, welchem Typ mein Hund nahe kommen sollte. Nicht zu klein, denn der PON ist ein Arbeitshund, unbedingt gesund, mit freundlichem Wesen. Mein erster PON zog im Jahr 1989 in unser Leben und in unser Haus, allerdings nicht aus dem „PON-Garten“, sondern von einem anderen Züchter. Die Umstände und das Schicksal wollten es wohl so und nicht anders.
Am Anfang wollte ich ja auch nur einen PON und Freund und treuen Begleiter. Später entstand dann der Wunsch, es auch einmal mit Zucht zu probieren. Im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt, sowohl mit Hunden als auch mit Menschen. Meine Einstellung zu vielen Dingen wie Ausstellungen, Pokale, Titel haben sich geändert. Viele Dinge und Reglementierungen in manchen Clubs sind unsinnig und unwichtig und nicht im Sinne der Hunde und des Tierschutzes. Es müssen nicht drei Ausstellungsergebnisse vorliegen, um festzustellen, dass mein Hund dem Typ PON entspricht. Ausstellungen bedeuten für Hunde ungeheuren Stress und viel sinnloses Geld des Besitzers und ein subjektives Urteil eines Richters. Letztendlich ist der eigene Hund sowieso der Schönste! Meine Hunde dürfen sich statt sinnloser Ausstellungen mit großem Vergnügen in freier Natur bewegen. Wir haben ein großes Grundstück, Wald, Wiesen und Wasser in der Nähe. PONs sind dankbar für viel Auslauf, Beschäftigung und liebevolle Zuwendung.
Auch alte und kranke Hunde gehören zum Rudel. Es wird keiner abgeschoben, weil er nicht mehr in der Zucht ist. Ich bin meinen Hunden dankbar bis ans Ende, haben wir doch eine schöne Zeit miteinander verbracht.
Ich lege großen Wert auf eine verantwortungsvolle Zucht. Der Deckakt sowie die Geburt sollen auf natürliche Art und Weise vor sich gehen und es wird nur mit gesunden Hunden gezüchtet. Die Zuchthündin soll mindestens 2 Jahre alt sein, ist HD geröntgt mit einem guten Ergebnis und hat ein gesundes Herz. Die Welpen werden im Haus geboren, wo sie Kontakt mit Menschen haben und auch andere Tiere kennen lernen. Da die Prägung der Welpen sehr wichtig ist, erleben sie schon in der Welpenstube viele Eindrücke und Geräusche. Während der ersten Lebenswochen lernen sie täglich dazu und sind im Idealfall bereits ab der 6. Woche stubenrein. Das ist gar nicht so schwer, denn Welpen wollen ihr Lager nicht beschmutzen. Die Erziehung beginnt also schon in der Kinderstube und soll konsequent und liebevoll fortgesetzt werden. Es ist sehr schön zu sehen, wie sich die kleinen Wesen entwickeln und die Herzen ihrer neuen Besitzer im Sturm erobern. Dafür lohnt es sich, Arbeit, Zeit, schlaflose Nächte in Kauf zu nehmen. Als ehemalige Krankenschwester beschäftige ich mich schon lange mit alternativen Heilmethoden und deren Anwendung. Das Konzept des IgH entspricht völlig meinen Vorstellungen von artgerechter Hundehaltung und Hundezucht. Ich fühle mich sehr gut betreut und gebe mein Wissen auch gern an meine Welpenkäufer weiter.


Ulrike Fugmann
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