Zuchtgruppe PONSCHA

Viele der heute so beliebten Hunderassen sind aus Kreuzungen entstanden, entweder gezielt oder ohne menschliche Einwirkungen. Auch die Rasse PON entstand nach dem zweiten Weltkrieg aus einer gemischten Population von phänotypisch ähnlichen Hunden. Erst im Jahr 1963 erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch die F.C.I.

Kreuzungszucht ist in der Tierzucht ein legitimes wissenschaftliches Instrument, um Inzuchtdepression und genetische Einseitigkeit zu vermeiden.

Die Zuchtgruppe „Ponscha“ entstand aus eben diesen Überlegungen. Der PONSCHA ist kein modischer „Designerdog“, sondern ein Hund, der mittels einem Einkreuzungsprogramm gezielt herausgezüchtet wird.

Ponscha Hündin

Ponscha Hündin

Mitglieder

Zuchtstätte vom Basler Lümmeli

Zuchtstätte von der Ponschabande

 

Zum besseren Verständnis:
Genetische Grundlagen und Methoden der Kreuzungszucht.

1. Was ist Kreuzungszucht?

Unter Kreuzungszucht versteht man üblicherweise die Paarung von Individuen verschiedener Linien, Rassen oder Populationen. Demgegenüber stehen die Reinzucht-Methoden. Hierbei werden Tiere innerhalb einer Population gepaart. Eine Population ist eine Paarungsgemeinschaft, da es für „Rasse“ und „Linie“ keine eindeutige, biologisch begründbare Definition gibt.

2. Wozu Kreuzungszucht?

Für Kreuzungszucht bestehen mehrere Gründe. Zum einen können Eigenschaften von Tieren kombiniert werden, die bei Reinzucht nur schwer oder gar nicht vereinbar sind. Man spricht dann vom Kombinationseffekt.

Ein weiteres Argument für die Kreuzungszucht ist die Ausnutzung genetischer Effekte, die bei Reinzucht nicht möglich ist. Dieser Kreuzungseffekt wird als Heterosis bezeichnet.

3. Reinzucht versus Kreuzungszucht

Dominante bzw. rezessive Gene spielen nicht nur für Leistungen, sondern vor allem bei Erbkrankheiten und Fitness eine große Rolle. Ist ein krankmachendes oder die Fitness minderndes Gen rezessiv, sind heterozygote Tiere zwar gesund, können aber das krankmachende oder die Fitness mindernde Gen weiter vererben.

Reinzucht führt im Extremfall in die Inzucht, die mit verminderter Leistung oder Fitness, bedingt durch erhöhte Homozygotie rezessiver krankmachender, fitness- oder leistungsmindender Allele, einhergehen kann. Dieser Effekt ist als Inzuchtdepression bekannt.

Kreuzungszucht bewirkt hingegen einen erhöhten Anteil heterozygoter Genorte. Eine positive Wirkung der Kreuzung beruht folglich auf nicht-additiven Allelwirkungen, die sich über etwas höhere Leistungen der Kreuzungsnachkommen aber vor allem höhere Fitness zeigen kann. Heterosis wird oft als Gegenteil der Inzuchtdepression bezeichnet.

4. Methoden der Kreuzungszucht

Bei diskontinuierlichen Kreuzungszucht-Methoden werden Tiere aus zwei oder mehr Rassen miteinander gekreuzt. Zuchttiere sind entweder Reinzuchttiere, wie in der Einfach-Kreuzung oder auch Kreuzungstiere wie bei Drei- und Vier-Rassen-Kreuzung.

Die Einfach-Kreuzung wird auch als Zwei-Rassen-Kreuzung oder Gebrauchskreuzung bezeichnet. Im Kreuzungsnachkomme werden Heterosiseffekte voll genützt. Beispiel: Der Labradoodle = Kreuzung aus Labrador und Großpudel.

Im Falle einer kontinuierlichen Kreuzungszucht ist in der Regel das weibliche Tier ein Kreuzungstier, das männliche Tier reinrassig. die Genanteile der Ausgangspopulationen können von Generation zu Generation schwanken und damit auch die Variationen der Kreuzungsnachkommen.

Um dies zu verhindern, werden folglich phänotypisch ähnliche Rassen eingesetzt, in unserer Zuchtgruppe sind das die Rassen PON und Schapendoes.

Wer mehr zu diesem Zuchtprogramm wissen möchte, den beraten wir gerne!

Interessierten Züchter stellen wir gerne unser Zuchtkonzept vor. Wer sich für einen Welpen interessiert, wende sich direkt an einen Züchter.

PONSCHA

PONSCHA